Arthrose – was Sie tun können, wenn die Gelenke schmerzen

Immer mehr Männer und Frauen entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Arthrose, die mit schmerzhaften Entzündungen der Gelenke einhergeht. Für die Behandlung werden häufig chemische Schmerzmittel genutzt, die jedoch nur die eigentliche Symptomatik bekämpfen. Allerdings können Betroffene frühzeitig die richtigen Maßnahmen ergreifen und einem vorzeitigen Gelenkverschleiß vorbeugen. Wir haben in unserem heutigen Artikel die besten Tipps gegen Gelenkschmerzen für Sie zusammengetragen und verraten Ihnen, wie sich Arthrose-Beschwerden auf schonende Art und Weise lindern lassen.

Die Ursachen für die Entstehung einer Arthrose sind vielfältig

Rund vierzig Prozent der Deutschen erkranken im Laufe ihres Lebens an Arthrose, wobei in erster Linie ältere Personen betroffen sind. Bei der Arthrose handelt es sich um eine degenerative Gelenkerkrankung, deren Fortschreiten nicht aufgehalten, sondern lediglich verlangsamt werden kann. Es kommt daher zu einem zunehmenden Gelenkverschleiß sowie einer stetigen Abnutzung der schützenden Knorpelschicht. Die Knochen reiben bei Belastungen direkt aneinander, sodass schmerzhafte Reizungen sowie Gelenkentzündungen die Folge sind. Wenn auch Arthrose nach wie vor zu den Alterserkrankungen gehört, so wird diese Gelenkerkrankung nicht nur bei Senioren festgestellt. So gehören eine ungesunde Ernährung, übermäßiger Nikotinkonsum sowie Übergewicht zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung einer Arthrose. Doch auch Personen, die ihre Gelenke übermäßig belasten oder exzessiv Sport betreiben, fördern einen vorschnellen Gelenkverschleiß.

Die Symptome sollten rechtzeitig erkannt werden

Zu den typischen Symptomen einer Arthrose gehören sogenannte Belastungsschmerzen, die beispielsweise beim Treppensteigen oder beim Sport auftreten können. In einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium treten diese starken Schmerzen immer häufiger auf, sodass Betroffene fast durchgehend eine Schonhaltung der Gelenke einnehmen. In der Regel sind insbesondere das Knie- und Hüftgelenk sowie Schultern, Ellenbogen, Hände und Finger von dem degenerativen Gelenkverschleiß betroffen. Da eine Arthrose nicht geheilt werden kann, dient die Behandlung in erster Linie dem verlangsamten Fortschreiten der Krankheit sowie der Linderung von Gelenkschmerzen. Sofern klassische Schmerzmittel bei Arthrose und eine Physiotherapie nicht mehr ausreichen, ist in der Regel der Einsatz eines Kunstgelenks notwendig. In diesem Fall lohnt es sich, einen kompetenten Gelenkexperten zurate zu ziehen. Wie Betroffene zu einem bestmöglichen Behandlungserfolg beitragen können, kann in dem nun folgenden Absatz nachgelesen werden.

Ein gesunder Knochen benötigt die richtigen Nährstoffe

Um die Knochengesundheit langfristig zu erhalten, ist eine ausgewogene Ernährung unverzichtbar. Zunächst sollten tierische Fette, Fleisch, Milchprodukte und Eier nur in Maßen konsumiert werden, da diese Lebensmittel mitunter Entzündungsprozesse im Körper anregen und Gelenkentzündungen begünstigen können. Pflanzliche Fette sowie fetter Seefisch, wie beispielsweise Lachs, Thunfisch sowie Makrele, sind reich an wichtigen Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken und Arthrose-Beschwerden vorbeugen. Auch Ballaststoffe, Kalzium sowie Zink stärken nachweislich die Knochensubstanz und sollten dem Körper daher in ausreichendem Maße zugeführt werden.

Auf Alkohol sowie Nikotin sollte derweil gänzlich verzichtet werden, da beide Substanzen den Knochenstoffwechsel beeinträchtigen und die Knochen insgesamt brüchiger werden lassen.

Gelenkschonender Sport ist wichtig

Neben der richtigen Ernährung spielt natürlich auch die allgemeine Lebensweise für den Erhalt gesunder Knochen eine wichtige Rolle. Zunächst sollten Arthrose-Patienten auf regelmäßige Bewegung achten, um eine ausreichende Beweglichkeit der Gelenke sicherzustellen. Gelenkschonende Sportarten wie Nordic Walking, Schwimmen und Radfahren fördern die Nährstoffversorgung der Gelenke und stärken den Muskelapparat. Zudem beugt ein regelmäßiges Training künftigem Übergewicht vor, sodass die Gelenke auch langfristig entlastet werden. Das Training im Fitnessstudio sollte daher stets in Abstimmung mit einem professionellen Fitnesstrainer erfolgen, um mögliche Fehlbelastungen zu vermeiden. Ein ergonomisches Schuhwerk ermöglicht außerdem die richtige Dämpfung und wirkt einem unangenehmen Belastungsschmerz entgegen. Doch auch Gelenkbandagen, Knieschützer sowie Gehhilfen können die Mobilität verbessern sowie einen weiteren Gelenkverschleiß verhindern.

Bei akuten Schmerzen in den Gelenken erweisen sich zudem Kohl- und Heilerde-Wickel als besonders wohltuend.

Fazit: Ein gesunder Lebensstil beugt Gelenkbeschwerden vor

Die Ursachen für einen vorzeitigen Gelenkverschleiß sind vielfältig, sodass sich unterschiedliche Handlungsempfehlungen ableiten lassen. Dennoch lässt sich feststellen, dass ein gesunder Lebensstil der Knochengesundheit nur zugutekommt. Wer bereits von Arthrose betroffen ist, sollte in erster Linie schädigende Fehlbelastungen vermeiden und nach Möglichkeit passende Hilfsmittel nutzen. Sie sehen, bereits einfache Maßnahmen reichen aus, um Gelenkschmerzen langfristig vorbeugen zu können.

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