Der Boom um CBD dürfte noch eine ganze Zeit andauern!

Die CBD Branche wächst und wächst

Schon 2019 und 2020 zeigte die Wachstumskurve der Branche steil gen Norden. Es ist absehbar, dass sich daran auch in diesem Jahr nichts ändern wird. Der Markt ist von einer Sättigung noch weit entfernt. Dies beruht auf mehreren Gründen, die sowohl historisch, gesellschaftspolitisch als auch wirtschaftlich verortet sind.

Zudem profitieren Akteure von einem professionellen Marketing. Die Produkte passen hervorragend in den Zeitgeist und offerieren Lösungen für viele Geschäftsfelder in den Bereichen Gesundheit und Wohlbefinden, Wellness und Kosmetik sowie Fitness und Sport. Nicht zuletzt sind sie leicht und handlich und somit für den Online-Handel prädestiniert.

Die historische Komponente

CBD (Cannabidiol) ist ein Wirkstoff der weiblichen Hanfpflanze. Cannabis ist der Menschheit seit Urzeiten bekannt. Schon vor unserer Zeitrechnung wurden aus den Fasern robuste Stoffe gefertigt und aus den Samen gesunde Öle gepresst.

Das Cannabis-Verbot weicht auf

Aufgrund eines Konglomerats aus wirtschaftlichen und politischen Gründen geriet Cannabis Mitte des 20. Jahrhunderts wegen seines psychoaktiven Bestandteils THC (Tetrahydrocannabinol) auf die Verbotsliste der Vereinten Nationen und war weltweit bis vor Kurzem geächtet.

Mitte des letzten Jahrzehnts schritten Länder wie Uruguay, Kanada und viele Staaten in den USA voran und begannen, Cannabisprodukte Schritt für Schritt zu legalisieren. Diesem Beispiel folgen Länder weltweit: So haben Portugal, Tschechien, Spanien und Thailand ihr Verhältnis zur Nutzpflanze Hanf überdacht und entdecken ihren Nutzen nun wieder. Vielerorts werden die Verbote aufgeweicht und Dämme, die den Verkauf von Cannabis-Produkten künstlich einschränken, brachen und brechen weg.

Die gesellschaftspolitische Komponente

Auch an Deutschland gehen diese Verwerfungen nicht spurlos vorüber. THC bleibt zwar offiziell für den Freizeitgebrauch verboten, „CBD aber hat sein Nischendasein längst verlassen“, so der CBD Großhandel Labocan.

Der Weg durch die Institutionen

Dabei war eine steinige Strecke zurückzulegen. Erste Hindernisse räumte ausgerechnet die Bundesregierung aus dem Weg, indem sie 2017 Cannabis als Medizin zuließ, welche bei bestimmten Krankheitsbildern verschrieben werden kann. Unterlegt wurde der Prozess durch eine Entscheidung der WHO (Weltgesundheitsorganisation), die CBD explizit in ihrem Report von jeder Gefahr für die menschliche Gesundheit freisprach. Zudem wurde das Fehlen einer Suchtgefahr anerkannt.

Ins Bild passt, dass die UNO (Vereinte Nationen) Ende letzten Jahres Cannabis von der Liste der gefährlichen Drogen strich. Die EU (Europäische Gemeinschaft) bestätigte im gleichen Zeitraum, das CBD künftig als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen werden darf. Mit der im März 2021 getroffenen Entscheidung des BGH (Bundesgerichtshof) werden jetzt auch CBD-Blüten unter bestimmten Umständen als legal angesehen. Man darf gespannt sein, wie sich diese Prozesse weiterentwickeln.

Die wirtschaftliche Komponente

CBD ist ein Wirkstoff mit einem breiten Anwendungsspektrum und kann in vielen unterschiedlichen Produkten verarbeitet werden. Dadurch wird er für viele Branchen interessant.

Zahlreiche Anwendungsgebiete für einen großen Kundenkreis

Zuerst wurde die Gesundheitsbranche auf den vielfältig einsetzbaren Wirkstoff aufmerksam. Werden ihm doch entzündungshemmende, beruhigende sowie krampflösende Effekte bescheinigt. Über das endogene Cannabinoid-System (ECS) entfaltet CBD seine Wirkungen. Das ECS ist im Gehirn, im Immunsystem, im Magen-Darmtrakt und im Nervensystem angesiedelt und reguliert dort viele Körperfunktionen, Gefühle und Emotionen. Bisherige Untersuchungen lassen darauf schließen, dass CBD mit dem ECS interagieren und kommunizieren kann.

Mit seinen entspannenden Wirkungen verschafft CBD Stressminderung, sodass ein gesunder Schlafrhythmus gefördert wird. Nach sportlicher Betätigung erholt sich der Körper schneller und wird dadurch leistungsfähiger. Im Vordergrund stehen jedoch die antiinflammatorischen Wirkungen. Es sind Entzündungen im Körper, die oft zu chronischen Schmerzen führen. Erfahrungsberichte von Asthmatikern, Rheumatikern und Patienten in der allgemeinen Schmerztherapie sprechen Bände. Sie beinhalten allesamt den Tenor, dass die eigene Lebensqualität signifikant gesteigert werden konnte.

Diese Effekte macht sich auch die Kosmetikbranche zunutze, da CBD ein strahlendes und gesundes Hautbild verschafft. Von den spasmolytischen Momenten profitieren eher Menschen mit Panikattacken, epileptischen Anfällen und Multipler Sklerose.

Ende des Booms noch nicht absehbar

Aufgrund des Zusammentreffens der beschriebenen Prozesse ist ein Ende der Erfolgsgeschichte bisher nicht zu erkennen, zumal die deutsche Bevölkerung mit ausreichend monetären Ressourcen ausgestattet ist.

Es ist anzunehmen, dass in naher Zukunft weitere positive Wirkungen von CBD bekannt und weitere Geschäftsfelder eröffnet werden. Insbesondere dann, wenn die Legalisierung von Cannabis weiter voranschreitet.

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Foto von Elsa Olofsson auf Unsplash