Dienstag , 29. November 2022
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Immer auf der sicheren Seite – Corona-Schnelltests für zu Hause

Nachdem die Inzidenzzahlen wieder steigen, wächst auch die Nachfrage nach Corona-Schnelltests für zu Hause. Mit den Tests können wir uns und andere bei beruflichen und privaten Treffen absichern. Gerade zu den Weihnachtsfeiertagen lohnt es sich, gut vorbereitet zu sein und gefährdete Mitmenschen wie Kleinkinder und Rentner zu schützen.

Neben dem Impfschutz ist der regelmäßige Selbsttest der beste Schutz davor, die Krankheit unerkannt zu verbreiten. Das ist insbesondere bei der steigenden Zahl an Varianten des Virus von Bedeutung, die auch Geimpfte wieder schneller anstecken. Wie funktionieren die Schnelltests und woran erkennt man, ob sie vertrauenswürdig sind?

Für wen ist ein Schnelltest geeignet?

Die Corona-Schnelltests für zu Hause sind grundsätzlich für jede Person geeignet. Je mehr Kontakt man hat und je mehr wechselnde Personen man dabei trifft, desto wichtiger ist es, auch Selbsttests zu machen. Solange nicht genügend Menschen geimpft sind, um eine Herdenimmunität zu gewährleisten, schützt uns auch der Impfstoff nicht vor einer Infektion. Stattdessen reduziert er die Wahrscheinlichkeit zu erkranken und mindert die Symptome, um uns vor Krankenhausaufenthalten zu schützen.

Geimpfte Personen können so zu einem Träger der Krankheit werden, ohne selbst Symptome zu spüren. Um das Umfeld vor der Infektion zu schützen, sollte man deshalb vor Treffen sicher gehen, dass man nicht erkrankt ist. Das gilt insbesondere dann, wenn gesundheitlich vorbelastete Personen bei dem Treffen dabei sind.

Grundsätzlich können alle Menschen den Test nutzen. Die Anleitungen sind leicht verständlich und sollten auch von Personen mit Einschränkungen durchgeführt werden können. Bei der richtigen Anwendung durch das tiefe Einführen des Teststäbchens kann es allerdings zu Hemmungen kommen. Gerade bei Kindern ist das ein Problem. Wer sich unsicher ist, sollte sich Unterstützung holen oder den Test in einer Apotheke durchführen lassen.

Wie funktionieren die Corona-Selbsttests?

Es gibt drei Varianten des Selbsttests:

  • Test mit Nasenabstrich | Man entnimmt eine Probe aus einem Nasenloch, indem man ein Teststäbchen bis zu einer Markierung einführt und an der Nasenwand dreht. Das Stäbchen wird danach in die Testflüssigkeit gelegt. Nach kurzer Zeit tropft man etwas von der Flüssigkeit auf einen Teststreifen und erhält rund 15 Minuten später das Ergebnis.
  • Test mit Speichel | Bei dem Speichel-Test spuckt man in einen Beutel und entnimmt etwas Speichel mit einer Pipette. Diesen füllt man in ein Teströhrchen mit Testlösung und mischt die Flüssigkeiten. Sie werden danach auf den Teststreifen in der Testkassette getropft. Auch hier erhält man nach 15 Minuten das Ergebnis.
  • Test mit Gurgeln | Beim Gurgeltest gurgelt man mit der in dem Test enthaltenen Flüssigkeit. Diese nimmt Proben aus dem Rachenraum auf, die später auf einer Testkassette überprüft werden. Diese Tests gibt es in Deutschland noch nicht zum Selbsttest.

Was weist der Schnelltest nach?

Der Schnelltest untersucht unsere Körperflüssigkeiten auf Antigene des Virus. Das sind Teile des Virus selbst. 

Im Gegenteil dazu untersuchen die Antikörper-Tests, ob unser Körper Antikörper gegen den Virus entwickelt hat. Deshalb ist er kein Mittel, um eine akute Infektion festzustellen. Stattdessen zeigt er an, dass man die Krankheit in der Vergangenheit hatte oder schon länger hat.

Sind die Schnelltests auch zuverlässig?

Ein falsches Ergebnis lässt sich nicht vollständig ausschließen. Zum einen kommt es darauf an, ob der Test auch richtig durchgeführt wurde. Deshalb sollte man die Test-Anleitungen immer aufmerksam durchlesen und befolgen. Zum anderen muss der Test gewissen Qualitätsmerkmalen entsprechen.

In Deutschland müssen zuverlässige Tests die Mindestkriterien für SARS-CoV-2 Antigentests nach § 1 Abs. 1 Satz 1 TestVO: Antigenschnelltests zur Eigenanwendung einhalten. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte listet die Schnelltests auf, die zutreffen. Dabei geben sie die Sensitivität und die Spezifität an.

  • Sensitivität: Testet Infizierte, um zu sehen, wie viele falsche negative Tests auftauchen. 95 % Sensitivität = 5 von 100 Personen hatten ein falsches negatives Ergebnis, obwohl sie positiv waren.
  • Spezifität: Testet gesunde Personen, um zu sehen, ob ein Test bei ihnen fälschlicherweise ein positives Ergebnis aufzeigt. Bei 95 % Spezifität hatten 5 Personen ein falsches, positives Ergebnis.

Vertrauenswürdige Hersteller haben eine Sensitivität von über 95 % und eine Spezifität von mindestens 98 %.

Was machen bei einem positiven Ergebnis?

Hat man ein positives Ergebnis, sollte man sich so verhalten, als sei die Covid-Infektion bereits nachgewiesen. Der erste Schritt ist es, sich telefonisch an die Hausarztpraxis, den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Hotline: 116 117) oder das Gesundheitsamt zu wenden. Dort kann man einen PCR-Test durchführen lassen, um das Ergebnis des Selbsttests zu bestätigen.
 
Solange man nicht sicher weiß, ob der Test nur falsch positiv war, sollte man sich isolieren und jegliche Schutzmaßnahmen für andere Menschen treffen, wenn man zum Hausarzt geht. Das betrifft zum Beispiel das Vermeiden von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Bildquelle:
Unsplash.com