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Rückenschmerz-Therapie: 10 Tipps

Rückenschmerzen sind nicht nur unangenehm, sondern auch besonders weit verbreitet - mehr als zwei Drittel aller Deutschen leiden mindestens einmal im Jahr darunter. In den meisten Fällen verschwinden akute Schmerzen im Rücken nach einiger Zeit zwar wieder, in einigen Fällen chronifizieren sich die Schmerzen jedoch. Unabhängig von Form und Ursache der Rückenschmerzen gibt es hilfreiche Tipps, die zu einer effektiven und schnellen Reduzierung der Schmerzen und einer dauerhaften Behebung der Ursachen beitragen können.

10 Tipps gegen Rückenschmerzen

Wer mit Rückenschmerzen zu kämpfen hat, ist den Schmerzen nicht schutzlos ausgeliefert. Unabhängig von Form, Ursache und Intensität der Schmerzen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, selbstständig dagegen anzukämpfen und weiteren Beschwerden vorzubeugen. Um den Schmerz im Rücken zu lindern, ist nicht immer ein Besuch beim Arzt oder Physiotherapeuten erforderlich. Sollten die Beschwerden nichtsdestotrotz anhalten, empfiehlt sich der Besuch bei einem Therapeuten, denn zur Behandlung von Rückenschmerzen existieren einige effektive medizinische Behandlungsmöglichkeiten.

1. Rückenfreundlicher Sport

mobilisieren und in sein natürliches Gleichgewicht zu bringen. Bei Rückenschmerzen ist jedoch nicht jede Sportart geeignet. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, den Körper nicht zu überlasten und keine Bewegungen auszuführen, die sich unangenehm anfühlen. Wandern, Yoga, Pilates, Tai-Chi, Nordic-Walking, Radfahren, Aquafitness und Schwimmen können sich positiv auf die Wirbelsäule auswirken und Rückenschmerzen signifikant reduzieren und vorbeugen. Für eine besonders gezielte Behandlung empfiehlt sich eine Rückenschule zur Stärkung der Rücken- und Bauchmuskulatur.

2. Physiotherapie

Die Physiotherapie ist einer der beliebtesten und effektivsten Wege zur Linderung von Rückenschmerzen und umfasst zahlreiche verschiedene Techniken. Dazu gehören unter anderem die Krankengymnastik und das Rückeneinrenken sowie verschiedene Methoden der Wärmebehandlung, Kälteanwendung und Ultraschalltherapie. Des Weiteren kommen in der Physiotherapie verschiedene Massagetechniken und Kinesio-Tape zum Einsatz, um die Wirbelsäule in ihre natürliche Position zurückzuversetzen.

3. Ein gesunder Lebensstil

Häufige Ursache für Rückenschmerzen sind eine ungesunde Ernährung und daraus resultierendes Übergewicht. Auch übermäßiger Konsum von Alkohol und Nikotin können sich negativ auf die Gesundheit des Rückens auswirken. Um Schmerzen zu lindern, ist es also hilfreich, Übergewicht zu reduzieren und das Essverhalten zu ändern. Eine gesunde, vollwertige und frische Ernährung wirkt sich positiv auf die Gesundheit des gesamten Körpers und damit auch des Nervensystems und der Wirbelsäule aus.

4. Viel Bewegung

Lange Zeit galt die Annahme, dass Patienten mit Rückenschmerzen ausgesprochen viel Ruhe und Liegezeit benötigen. Doch das Gegenteil ist der Fall - bei Schmerzen im Rücken ist viel sanfte Bewegung besonders förderlich. Neben dem Ausüben von rückenfreundlichen Sportarten ist es hilfreich, zusätzliche Bewegung in den Alltag einzubauen. Kleine Bewegungseinheiten wie kurze Spaziergänge in der Mittagspause, gelegentliches Dehnen und Strecken während der Arbeit oder eine kleine Radtour können zu einer schnelleren Linderung der Schmerzen beitragen.

5. Stress reduzieren

Rückenschmerzen können nicht nur körperliche, sondern auch psychischen Ursachen zugrunde liegen. Insbesondere häufiger Stress und innerliche Anspannung führen dazu, dass es zu Schmerzen im Rücken kommt. Um diese nachhaltig zu reduzieren, empfiehlt es sich also, neben dem Körper auch die Psyche zu stärken. Meditation, Entspannungstechniken und Achtsamkeitsübungen können die Gesundheit des Nervensystems signifikant verbessern und Nervenschmerzen reduzieren.

6. Die richtige Körperhaltung

Häufig liegen Rückenschmerzen Fehlhaltungen des Körpers zugrunde. Um Rückenschmerzen zu lindern und vorzubeugen, sollte auf einen aufrechten, geraden Gang geachtet werden. Jegliche Bewegungen sollten möglichst rückenschonend und bewusst ausgeführt werden. Insbesondere beim Heben von schweren Gegenständen sollte darauf geachtet werden, den Rücken nicht zu stark zu belasten und regelmäßige Pausen einzulegen.

7. Ergonomisches Sitzen

Während langer Arbeitstage am Schreibtisch gerät die Wirbelsäule schnell in eine verkrümmte Position. Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt sich dynamisches Sitzen - während der Arbeit sollte das Gewicht häufiger verlagert werden und der Rücken aufgerichtet werden, um Versteifungen zu vermeiden. Die richtige Einstellung des Stuhls und die ideale Platzierung von Bildschirm und Tastatur können zu einer aufrechteren Sitzposition beitragen. Um den Rücken zusätzlich zu unterstützen, können ergonomische Sitzkissen verwendet werden.

8. Die richtige Matratze

Rund ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch schlafend. Die Wahl der richtigen Matratze ist also entscheidend, um dem Rücken während der Nachtstunden die Möglichkeit zu geben, optimal zu ruhen. Eine gute Matratze sollte den Körper in jeder Schlafposition optimal stabilisieren. Wichtig ist hierbei vor allem, dass der ganze Körper druckpunktfrei aufliegt, da Druckpunkte zu Verspannungen und somit zu Rückenschmerzen führen können.

9. Medikamentöse Therapie

Wenn all dies nichts hilft, bleibt die Möglichkeit einer medikamentösen Therapie. Diese sollte jedoch nicht ohne vorherige Absprache mit einem Arzt erfolgen. Medikamente gegen Rückenschmerzen wirken häufig nicht nur schmerzlindernd, sondern haben auch eine entzündungshemmende Wirkung und können somit die Ursachen der Schmerzen beheben. Die medikamentöse Therapie kann ergänzend zu anderen Behandlungsmöglichkeiten wie Physiotherapie oder Rückenschule erfolgen.

10. Die Racz Katheter Technik

Die Innovative Racz Katheter Technik gegen Rückenschmerzen von Dr. Schneiderhan ist ein minimal invasives Verfahren, welches sich zur Behandlung von akuten sowie chronischen Rückenschmerzen verschiedener Ursache eignet. Die Methode kann zudem zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen sowie bei Verklebungszuständen nach Bandscheiben-Operationen durchgeführt werden. Es handelt sich um ein besonders effektives Verfahren zur Linderung der Schmerzen und dauerhaften Bekämpfung von deren Ursachen ohne offene Operation. Die Behandlung erfolgt unter örtlicher Betäubung und ermöglicht eine direkte Behandlung der betroffenen Nervenwurzel.

Formen von Rückenschmerzen

In erster Linie wird zwischen akuten und chronischen Rückenschmerzen unterschieden. Akute Schmerzen bezeichnen plötzlich auftretende Schmerzen, die maximal sechs Wochen lang anhalten. Diese stellen eine Warnfunktion des Körpers dar und können auf zugrundeliegende Verletzungen oder Entzündungen hindeuten. Falls die Schmerzen sechs bis zwölf Wochen andauern, spricht man von subakuten Schmerzen. Von chronischen Schmerzen spricht man, wenn die Beschwerden länger als drei Monate andauern. Bei chronischen Rückenschmerzen besteht die Gefahr, dass diese sich zu einem eigenständigen Krankheitsbild entwickeln. In diesen Fällen wird häufig von einem sogenannten Schmerzgedächtnis gesprochen - dies bedeutet, dass der Schmerz unabhängig von der Ursache besteht und täglich spürbar ist. Häufig sind chronische Schmerzen mit psychischer Belastung verbunden.
Des Weiteren wird zwischen unspezifischem und spezifischem Rückenschmerz unterschieden. Unspezifische Rückenschmerzen liegen vor, wenn sich keine organische Ursache für den Schmerz finden lässt, was in etwa 95 Prozent der Fälle zutrifft.
Zuletzt kann zwischen Rückenschmerzen mit und ohne Nervenbedrängung unterschieden werden. Zu Nervenbedrängung zählen beispielsweise Gelenksblockaden, Degeneration der Bandscheiben oder Wirbelkörper, Bandscheibenvorfall und Spinalkanalstenose.

Ursachen von Rückenschmerzen

Die Ursachen von Rückenschmerzen sind vielfältig. Gründe für die Beschwerden können einerseits Verspannungen, Zerrungen und Blockaden, andererseits aber auch medizinisch diagnostizierbare Ursachen wie beispielsweise Bandscheibenvorfälle, Wirbelbrüche, Deformierungen der Wirbelsäule, Tumorerkrankungen, arthrotische Veränderungen, Infektionen oder entzündliche rheumatische Erkrankungen zugrunde liegen.
Die häufigsten Ursachen von Rückenschmerzen sind Bewegungsmangel, Fehlbelastung, eine falsche Körperhaltung, psychische Belastung und eine ungesunde Ernährung. Ferner können genetische Faktoren und körperliche Ursachen wie Wirbelsäulenverkrümmung oder Beinlängenverkürzung zu Beschwerden führen.

Bildquelle:
Pixabay.com