Montag , 5. Dezember 2022
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Es gibt verschiedene Arten des Fastens. Alle können die Körperzellen anregen, sich selbst zu reinigen

Ist Fasten bei Rheuma hilfreich?

Eine angepasste Ernährungsweise kann dazu beitragen, Entzündungen im Körper zu lindern. Besonders Rheumatiker sollten daher auf einen ausgewogenen Speiseplan achten. Er ist eine sinnvolle Unterstützung ihrer Therapie. Heilfasten wird eine besondere Rolle zugesprochen.

Steife, schmerzende Glieder am Morgen, Abgeschlagenheit – Menschen mit einer entzündlich-rheumatischen Krankheit haben regelmäßig mit Symptomen zu kämpfen. Heutzutage hat die Medizin wirkungsvolle Behandlungen dagegen parat. Die Betroffenen können außerdem mit einer gesunden Lebensweise aktiv ihren Teil dazu beitragen, die Entzündungen in ihrem Körper zu mildern. Dazu gehören regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Wer zusätzlich ab und zu eine Fastenkur einlegt, macht nachweislich alles richtig.

Fasten für die Selbstreinigung des Körpers

Eine Studie belegt sogar, dass sieben- bis zehntätiges Fasten Gelenkschmerzen lindern kann. Ernähren sich die Fastenden nach der Kur vegan oder vegetarisch, hält die positive Wirkung oft bis zu einem Jahr an.

Es gibt verschiedene Arten des Fastens, wie folgende Beispiele zeigen:

  • Beim Heilfasten nach Otto Buchinger liefern Gemüsebrühe und frisch gepresste Gemüse- oder Obstsäfte Energie.
  • 5:2-Intervallfasten bedeutet, fünf Tage lang normal und zwei Tage hintereinander nur ein Viertel der üblichen Menge zu essen.
  • Beim 16:8-Intervallfasten wird in einem Zeitraum von acht Stunden zwei Malzeiten eingenommen, gefolgt von 16 Stunden ohne Nahrungsaufnahme.

Ziel einer Fastenkur ist es, die Körperzellen zur Selbstreinigung anzuregen. Autophagie lautet der Fachausdruck. Schädliche Abfallprodukte des Stoffwechsels sammeln sich im Inneren einer Zelle und werden dort sozusagen verdaut. Bei diesem zellularen Prozess werden die Schadstoffe in ihre Bestandteile zerlegt und somit weiterverwertbar.

Moderate Bewegung wie Yoga sollte jede Fastenkur begleiten

Im Flow bleiben

Moderate Bewegung während der Fastenkur kurbelt den Prozess der Selbstreinigung an. Körperliche Aktivität hält den Stoffwechsel und Kreislauf in Schwung. Besonders geeignet sind sanfte Betätigungen wie Spaziergänge, Funktionstraining und Yoga.

Sport sollte auch nach dem Fasten einen festen Platz im Alltag von Menschen mit Rheuma einnehmen. Die mediterrane Küche mit viel Obst und Gemüse, Milch und Milchprodukten, gelegentlich Fisch, aber wenig Fleisch sowie wertvollen Pflanzenölen ist die ideale Ergänzung zu einem rheumagerechten Lebensstil.

Bildquellen:
Aufmacherbild: Foto von ROMAN ODINTSOV auf Pexels
Textbild: Foto von Marcus Aurelius auf Pexels