Sonntag , 25. Oktober 2020

CBD-Öl: Was genau ist das und wo kommt es her?

CBD-Öl ist ein Cannabinoid der Hanfpflanze, das derzeit einen echten Hype erlebt. Dieser Artikel zeigt, was CBD ist und was beim Kauf beachtet werden sollte.

CBD-Öl soll bei vielen Beschwerden helfen können, weshalb sich immer mehr Menschen für das Cannabinoid interessieren. Obwohl CBD oft mit THC in Verbindung gebracht wird, hat CBD mit dem psychoaktiven Wirkstoff nichts gemein. Ganz im Gegenteil: CBD soll weder berauschend wirken noch den Alltag beeinträchtigen können. Beim Kauf gibt es allerdings qualitative Unterschiede, welche die Herstellung und Verarbeitung betreffen.

Was ist CBD-Öl?

CBD-Öl ist ein Öl, das den Wirkstoff CBD enthält. CBD ist wiederum die Abkürzung für Cannabidiol – ein Cannabinoid der Hanfpflanze, das in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit erlangte. Insgesamt besteht die Hanfpflanze aus über 100 unterschiedlichen Cannabinoiden, wobei die Forschung bislang noch ganz am Anfang steht.

Eines der bekanntesten Cannabinoide ist THC (Tetrahydrocannabinol), das für seine psychoaktive Wirkung bekannt ist. CBD Öl ist hingegen ein Nahrungsergänzungsmittel, dem man viele positive Eigenschaften zuschreibt.

So kann das Öl bei Stress und Schlafstörungen helfen, da es eine beruhigende, entspannende und ausgleichende Wirkung haben soll. Außerdem soll CBD-Öl bei Schmerzen und Entzündungen wirksam sein, was für Sportler und chronisch kranke Menschen von Vorteil sein könnte. Dass es sich bei dem Öl um ein Nahrungsergänzungsmittel handelt, das weniger als 0,2 Prozent THC enthält, kann es auch ohne Rezept in vielen Online-Shops gekauft werden.

In puncto Studien zum Thema CBD-Öl stehen die Forscher zwar noch ganz am Anfang, jedoch vermuten sie, dass in dem Wirkstoff ein großes Potenzial steckt.

Wie wird CBD-Öl hergestellt?

Um CBD-Öl herzustellen, stehen grundsätzlich mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Eine der besten Methoden, um CBD zu gewinnen, ist die CO2-Extraktion, bei der man den Wirkstoff mithilfe von Kohlendioxid herausfiltert.

Für die Herstellung von CBD-Öl werden in erster Linie die Blätter und Blüten von Nutzhanf verwendet, der so gezüchtet wurde, dass er von Natur aus weniger als 0,2 Prozent THC enthält. Dabei werden die Pflanzenbestandteile einem enormen Druck ausgesetzt, um das CBD gewinnen zu können. Um es schließlich als Nahrungsergänzungsmittel anwenden zu können, reichern die Hersteller den Wirkstoff mit einem Trägeröl an.

Das Verfahren gilt als besonders schonend und umweltfreundlich, da es ohne chemische Hilfsmittel auskommt und keine schädlichen Rückstände im fertigen CBD-Öl zurücklässt. Ein weiterer Vorteil dieser Extraktionsmethode ist, dass das fertige CBD-Öl viele weitere Pflanzenstoffe enthält, die zu einer verbesserten Wirkung des Wirkstoffes beitragen können (Entourage-Effekt).

Was genau ist der Entourage-Effekt?

Beim Kauf von CBD-Öl ist auch immer wieder vom sogenannten Entourage-Effekt die Rede. Dieser Effekt wird meistens mit Vollspektrum-Ölen in Verbindung gebracht, die das volle Spektrum der Hanfpflanze enthalten. Die Hanfpflanze besteht nämlich nicht nur aus CBD und THC, sondern aus vielen weiteren Cannabinoiden, Flavonoiden und Terpenen, die die Wirksamkeit von Cannabidiol verstärken können.

Die Wirksamkeit von Vollspektrum-Ölen ist mit Vitaminen und Mineralstoffen vergleichbar, die nicht unbedingt isoliert, sondern in Kombination eingenommen werden sollten, damit sie sich gegenseitig ergänzen und im Körper optimal wirken können.

Welche Wirkung kann CBD-Öl haben?

CBD erfreut sich nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern wachsender Beliebtheit. Das Öl soll sowohl die Psyche als auch den Körper beeinflussen können, weshalb es immer mehr Befürworter gibt, die das Öl regelmäßig verwenden. Was viele nicht wissen: Der Wirkstoff ist nicht nur in Ölen zu finden – er wird auch in Form von Kapseln, Kristallen und Liquids angeboten.

Auch wenn die positiven Eigenschaften von CBD-Öl bislang noch nicht vollständig erforscht sind, gehen Wissenschaftler von einem breiten Wirkungsspektrum aus. Dem Öl wird zum Beispiel nachgesagt, dass es eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung haben soll, weshalb es zur Linderung von Kopf-, Gelenk- und Menstruationsschmerzen beitragen kann. Außerdem wird dem Öl eine entspannende Wirkung zugesprochen, weshalb es auch bei Stress, Schlafstörungen, Depressionen und Ängsten helfen soll.

Kann CBD auch Nebenwirkungen haben?

Wie bei jedem anderen Nahrungsergänzungsmittel können auch bei CBD-Öl Nebenwirkungen auftreten, die jedoch oft durch eine unsachgemäße Einnahme verursacht werden. Wird das Öl zu hoch dosiert, kann es zum Beispiel zu Mundtrockenheit, einer erhöhten Schläfrigkeit und Schwindel kommen.

CBD-Öl kaufen: Worauf kommt es an?

Wer CBD-Öl kaufen möchte, der sollte ein paar grundlegende Dinge beachten, da sich die Öle hinsichtlich ihrer Qualität unterscheiden können. Wie bereits erwähnt, haben sogenannte Vollspektrum-Öle, die mittels CO2-Extraktion hergestellt werden, eindeutig die Nase vorn. Diese Öle enthalten nicht nur CBD – sie sind auch reich an wertvollen Pflanzenstoffen. Zwar sind sie im Preis etwas teurer als andere Öle, jedoch lohnt sich der Kauf in jeder Hinsicht, allein schon wegen des Entourage-Effektes.

Das Öl sollte dabei möglichst naturbelassen sein und aus biologischer Herstellung stammen, um mögliche Verunreinigungen zu vermeiden. Verunreinigte Öle können möglicherweise von Nachteil für die Gesundheit sein, da sie Pestizide und andere chemische Inhaltsstoffe enthalten können. Oft weisen Zertifikate auf die Qualität des jeweiligen CBD-Öls hin.

Übrigens: Ein Blick auf den THC-Gehalt lohnt sich: Er sollte in Deutschland unter 0,2 Prozent liegen, damit das Öl nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Gut zu wissen ist auch, dass es die Öle in verschiedenen Konzentrationen gibt. In vielen Online-Shops werden sie mit 5, 10, 15, 20 oder 25 Prozent CBD angeboten, wobei Anfänger stets mit einem niedrig dosierten Öl beginnen sollten. Je höher der CBD-Gehalt in dem Öl ist, desto niedriger sollte das Öl auch dosiert werden. Das Trägeröl spielt beim Kauf von CBD-Öl eher eine untergeordnete Rolle.

Viele Hersteller verwenden Hanföl – ein aus Hanfsamen gepresstes Speiseöl, das besonders reich an gesunden Fetten, wie zum Beispiel Omega-3- und 6-Fettsäuren ist. Hanföl wird oft als etwas herb empfunden, weshalb viele Kunden auf Kokos-, Traubenkern- oder Olivenöl als Trägeröl zurückgreifen, die geschmacklich etwas milder sind. Da das Öl sehr lichtempfindlich ist, wird es sehr gerne in dunklen Flaschen angeboten, die nach der Öffnung möglichst kühl gelagert werden sollten

Zusammenfassung: CBD-Öl ist ein vielfältiges Nahrungsergänzungsmittel

CBD-Öl ist nicht umsonst eines der interessantesten Nahrungsergänzungsmittel, das es derzeit auf dem Markt gibt. Das Öl soll beruhigend und ausgleichend wirken und bei Stress, Depressionen und Schlafstörungen helfen können. Außerdem spricht man dem Öl eine entzündungshemmende Wirkung zu. Um ein besonders hochwertiges Öl zu erhalten, sollten Verbraucher beim Kauf lieber auf ein Vollspektrum-Öl zurückgreifen, das aus biologischer Herstellung stammt.


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