Auf dem Weg in eine bessere Welt

Bis zum Jahr 2030 hat die EU eine CO2-Reduzierung um mindestens 55 Prozent beschlossen, um die Erderwärmung zu stoppen und das anvisierte Klimaziel zu erreichen. Die zuvor veranschlagten 40 Prozent werden nicht ausreichen, beanstanden Kritiker, die Gefahr einer Klimakatastrophe wächst mit jedem Jahr. Forscher und Wissenschaftler warnen seit Längerem davor, die Ressourcen der Erde und ihre Stabilität weiterhin zu gefährden. Politiker und Klimaaktivisten diskutieren sowohl Ziele als auch Maßnahmen kontrovers. Während Angela Merkel Klimaneutralität bis 2050 und eine Senkung der Treibhausgasemission um etwas mehr als die Hälfte bis 2030 als Erfolg feiert, mehren sich mahnende Stimmen der Kritiker. Es geht ihnen zu langsam, der Point-of-no-Return – der Zeitpunkt, an dem die Erde sich nicht mehr selbst regenerieren kann, sei nicht mehr weit. Ein Klimarat aus 15 Experten wird die Umsetzung der vereinbarten Ziele im Auge behalten und begleiten. Insbesondere die Industrie stellt das neue Abkommen vor große Herausforderungen, der Bundesverband der Deutschen Industrie spricht von einem »extrem ehrgeizigen« Ziel. Aus den USA wird in den nächsten Wochen die Bekanntgabe eigener, angepasster Klimaziele erwartet. Trotz aller Unstimmigkeiten sind sich alle Beteiligten darin einig, dass Änderungen in der Klimapolitik unabdingbar sind. Die Vereinten Nationen fordern von allen Staaten die Verpflichtung zur Klimaneutralität bis 2050 – ausnahmslos. Das Jahr 2021 sei entscheidend im Kampf gegen den Klimawandel.

Fridays for Future – jung und ambitioniert

Schnell und effizient müssten die Maßnahmen für den Klimaschutz sein, fordert die globale Bewegung »Fridays for Future«. Schüler und Studierende weltweit engagieren sich für eine bessere Welt und fordern Politiker zum entschlossenen Handeln auf. Um den Forderungen mehr Gewicht zu verleihen und die Aufmerksamkeit der Medien und aller Menschen zu gewinnen, gehen junge Menschen einen ungewöhnlichen Weg, der von vielen Älteren scharf kritisiert wird: freitags stehen Demonstrationen statt Schulunterricht auf dem Stundenplan. Während Lehrer und Eltern den Protesten vielfach wohlwollend gegenüberstehen, verurteilen andere das Engagement und unterstellen den jugendlichen Klimaaktivisten, sie wollen lediglich die Schule schwänzen. Die Bewegung geht auf das Engagement der jungen Schwedin Greta Thunberg zurück, die bereits im Jahr 2018 erstmalig an einem Freitag im August die Schule schwänzte, um vor dem Stockholmer Reichstagsgebäude gegen den Klimawandel und für eine bessere Umwelt zu protestieren. Aus einer lokalen Aktion entwickelte sich innerhalb weniger Monate eine weltweite Bewegung, die sich für schnelle Entscheidungen zugunsten unserer Umwelt starkmacht. Unterstützung erhielt die junge Schwedin nicht zuletzt durch eine große digitale Community in den sozialen Netzwerken. Der Hashtag #fridaysforfuture motivierte zahlreiche Schüler und Studierende, sich der Bewegung anzuschließen und auf lokaler Ebene Demonstrationen zu organisieren – selbstverständlich freitags.

Nicht nur die Politik, sondern auch Unternehmen stellen sich ihrer Verantwortung und tun ihr Möglichstes, um den Klimawandel zu stoppen. Von aktiven Veränderungen im Produktionsprozess über Verzicht auf schädliche Materialien bis hin zu Initiativen für eine bessere Welt überzeugen die Maßnahmen und machen Schule – ein Weg, der langfristig und nachhaltig auf die richtige Seite führt. Eines dieser engagierten Unternehmen ist die Lottoland Foundation, eine Initiative von Lottoland.com. Das Unternehmen mit Start-up-Charakter fördert gezielt innovative Projekte im Rahmen vom Umwelt- und Tierschutz. Finanziert werden die Maßnahmen durch die Einnahmen von Lottoland oder direkten Spenden. So leisten mehr als 12 Millionen Kunden des privaten Lotto-Anbieters ihren Beitrag für eine bessere Welt. Jede Chance auf einen Lottogewinn beinhaltet einen garantierten Gewinn für unsere Umwelt. Spielend Gutes tun – die Lottoland Foundation stellt sich ihrer Verantwortung als modernes Unternehmen. »Der größte Jackpot der Menschheit ist unsere lebendige Natur« lautet das Credo von Lottoland, das sich nicht nur in Worten, sondern auch in aktivem Engagement zeigt. Finanzielle Unterstützung für gemeinnützige Umweltschutzorganisationen und öffentliches Bekenntnis für diese Projekte zeugen von der Wertschätzung, die unsere Welt so dringend braucht. Die größte Flussrenaturierung der Havel ist eines der ehrgeizigen Projekte, die von der Lottoland Foundation begünstigt wird.

Über 1.000 stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten leben an den Ufern. Auch der Luchs zählt zu den bedrohten Tierarten. Dank der Lottoland Foundation und dem Naturschutzbund NABU finden wieder mehr Luchse ein sicheres Zuhause in deutschen Wäldern. Wildkameras ermöglichen das Beobachten der Tiere, Grünbrücken machen ein sicheres Überqueren von Straßen und Autobahnen möglich. Diese und weitere Maßnahmen dienen dem Überleben der seltenen Tiere, die im Übrigen für Menschen und Weidetiere nicht gefährlich sind, stattdessen sorgen sie für das Gleichgewicht unter den Lebewesen im Wald. Ein weiteres Augenmerk der Lottoland Foundation gilt den Küsten und Meeren an Nord- und Ostsee. Plastikmüll ist eine der aktuell größten Herausforderungen für Umweltschützer. Im Kampf gegen die Verschmutzung und Gefährdung der Gewässer ist jede Unterstützung Gold wert. Plastikmüll birgt große Risiken für Seevögel, Meeresbewohner und nicht zuletzt für den Menschen.

Lottoland Foundation unterstützt das 2010 von der NABU initiierte Projekt »Meere ohne Plastik«, eines der wichtigsten heimischen Vorhaben. Abfallvermeidung und Reinigungsaktionen an Stränden und Flussufern retten Tiere und bewahren die Meere davor, zur Müllkippe degradiert zu werden. Der Kampf gegen Plastikmüll ist auch für die deutsche Umweltorganisation »One Earth – One Ocean e.V. (OEOO) ein wichtiges Thema. Mikroplastik in der Nahrung tötet Tiere und schadet allen Lebewesen – im Meer und an Land. Ihr Konzept zur Sammlung und nachhaltigen Verwertung von Meeresmüll hat die Organisation »Maritime Müllabfuhr« genannt, ein ambitioniertes Projekt, das auf große Resonanz stößt. Die nachhaltige Wiederverwertung gelingt, indem spezielle Müllsammelmaschinen in Mündungsgewässern und Küstenbereichen Plastik sammeln und für den Recyclingprozess zur Verfügung stellen. Chemikalien und Öl werden in dem Zuge ebenfalls beseitigt. Eines dieser Müllverwertungsschiffe nebst Ausbildung der siebenköpfigen Crew wird durch die initiale Spende der Lottoland Foundation finanziert. Aktuell sind allein dadurch 80 Tonnen Plastikmüll und 250 Tonnen Müll, Öl und Chemikalien aus den Meeren verschwunden und verwertet worden – eine stolze Bilanz, die kontinuierlich weiter geführt wird.

Verantwortungsbewusstsein über den eigentlichen Unternehmenszweck hinaus zeichnet engagierte Unternehmen aus. Der Schutz unserer Umwelt und die Bewahrung des Lebensraums seltener Tiere und Meeresbewohner sind ambitionierte Anliegen, das durch Spenden vorangetrieben wird. Auch soziale Projekte, die sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche starkmachen, finden ihren Platz im Spendenbudget der Lottoland Foundation. Alhassane Baldé ist Rennrollstuhlfahrer und wird von der Lottoland Foundation auf seinem Weg zu den Paralympics unterstützt – eine außergewöhnliche Partnerschaft, die vor Optimismus und Motivation sprüht. Der talentierte Sportler lebt seit seinem 5. Lebensjahr in Deutschland; er konnte bereits nationale und internationale Erfolge erzielen, unter anderem deutsche Rekorde über 800 und 5000 Meter.

Im Fokus der Klimaschützer: die Bekleidungsbranche

Die Bekleidungsbranche gilt als einer der größten Umweltsünder. Vom Wasserverbrauch, Verschmutzung der Weltmeere durch Chemikalien, die bei der Färbung von Stoffen entstehen, bis zu Ausbeutung von Arbeitskräften haben sich diverse Modelabels und Einzelhändler sogenannter Fast Fashion einen schlechten Ruf erarbeitet. Nachhaltigkeit spielt beim Kleiderkauf immer noch eine Nebenrolle, auch wenn Naturschutz inzwischen fest in das Bewusstsein der Verbraucher verankert ist. Umfragen zufolge möchte mehr als die Hälfte aller Deutschen die Natur schützen – dennoch investiert nur eine Minderheit in langlebige Bekleidung. Aktuelle Trends und große Preisunterschiede lassen modebewusste Menschen zu günstigeren Teilen greifen. Auf Social Media gehypte Influencer verstärken die Begehrlichkeit immer neuer, teilweise sehr kurzweiliger Modetrends. Jedes Jahr werden Tonnen kaum getragener Kleidungsstücke entsorgt oder in die Altkleidersammlung gegeben. Kleiderbörsen wie Mädchenflohmarkt oder Vinted sind beliebte Second-Hand-Plattformen, auf denen ungetragene Kleidung an einen Nachbesitzer weiterverkauft werden kann – die beste Art der Müllvermeidung. Dennoch wandern Jahr für Jahr Massen an Stoff in den Mülleimer, um durch angesagte Stücke ersetzt zu werden.

Die Unterschiede zwischen den Marken sind gravierend. Von Vorreitern in Sachen Umweltschutz wie "Armed Angels" oder "Ecoalf" bis hin zu Billigproduzenten existieren jede Menge Graustufen. Insbesondere die Müllberge und durch Chemikalien verunreinigte Gewässer stehen auf der Agenda der Marken, die sich für unsere Umwelt starkmachen. Neue Hosen und Kleider aus alten Plastikflaschen, Farben aus Naturmaterialien und innovative Färbetechniken sind Schritte in die richtige Richtung. Diese Kollektionen haben ihren Preis – der den deutschen Verbrauchern oftmals zu hoch ist. Neben dem Bewusstsein für eine bessere Welt, saubere Gewässer und eine intakte Ozonschicht sind es auch die Arbeitsbedingungen, die für Aufsehen sorgen. Der weitaus größte Teil aller Textilfabriken ist in Low-Budget-Ländern angesiedelt. Lohnkosten sind ausschlaggebend bei der Wahl des Standorts – je weniger Rechte und Gewerkschaften, je höher die Arbeitslosigkeit, desto günstiger können Unternehmen produzieren lassen – ein Arrangement, das zulasten der Arbeitskräfte geht. Unzumutbare Bedingungen, eklatante Missachtung der Kinderarbeitsgesetze und Löhne weit unter dem Existenzminimum sind Realität – so sehr Menschenrechtsorganisationen wie z. B. UNICEF oder Amnesty International auch dagegen kämpfen.

Dieselverbot in Großstädten wird wieder zurückgezogen

Die ersten Städte ziehen ihr Verbot für Dieselfahrzeuge zurück. Als vor einigen Jahren Großstädte im Zentrum und ausgesuchten Bereichen ein Fahrverbot verhängten, wurden diese Maßnahmen kontrovers diskutiert. Mittlerweile hat sich die Luftqualität stark verbessert und die Grenzwerte werden nicht mehr überschritten. Ob die Aussetzung des Dieselfahrverbots die richtige Entscheidung ist, wird von Umweltschützern dennoch infrage gestellt. Nicht zuletzt haben die verkehrsberuhigten Monate für eine Entspannung der Lage gesorgt. Befinden sich viele Menschen in Kurzarbeit oder im Homeoffice, bleibt das Auto in der Garage – damit verbessert sich zeitgleich die Luftqualität. Diese Aktion hat nebenbei Autokäufer beeinflusst und die Entscheidung gegen ein neues Dieselfahrzeug vorangetrieben – auch die zahlenmäßige Reduzierung entzerrt die Lage und bestärkt Politiker darin, das Fahrverbot aufzuheben.

Akzeptanz für E-Mobilität steigt

Der Bund macht E-Mobilität durch Steuerminderung und Prämien interessant. Noch sind Elektroautos teurer in der Anschaffung und die geringe Reichweite hält viele Verbraucher davon ab, auf eines der zukunftsorientierten Modelle umzusteigen. Dabei erhöhen sich Haltbarkeit und Kapazität der Akkus von Jahr zu Jahr, Forschung und Technik entwickeln neue Ideen. Kritiker bemängeln vor allem den Herstellungsprozess der Akkus sowie die Entsorgung – beides negiert den Umweltgedanken eines E-Autos und beinhaltet schädliches Material sowie aufwendige Herstellungsprozesse. Städte und Kommunen bieten vermehrt E-Tankstellen an, z. B. an stark frequentierten Parkplätzen, belebten Straßen oder in Parkbuchten der Wohngebiete. Auch Unternehmen haben diese Möglichkeit der Kundengewinnung für sich entdeckt. Die beliebtesten Parkplätze vor Einkaufszentren oder Möbelhäusern sind E-Autos vorbehalten. Auftanken während des Einkaufens ist für beide eine Win-win-Situation: Der Autofahrer nutzt die Zeit und der Händler seinen Standortvorteil. Waren es zunächst nur Autos mit großen Motoren, werden inzwischen auch kleinere Pkws mit E-Motor produziert. Eine beliebte Alternative sind Hybridmodelle, die erst ab einer bestimmten Geschwindigkeit von Elektrokraft auf Benzin umsteigen – in der Regel ist der Motor so konzipiert, dass Hybride innerhalb der Stadt oder geschlossener Ortschaften elektronisch gefahren werden und bei Geschwindigkeiten über 50 km/h umsteigen.

Homeoffice spart Energie

Die Akzeptanz und Bereitschaft für Homeoffice ist in den letzten Monaten stark gestiegen. Während noch vor wenigen Jahren nur ausgesuchte Branchen ihren Angestellten überhaupt die Möglichkeit angeboten hatten, entdecken immer mehr Unternehmen die Vorteile, die dieses Konzept auch für Arbeitgeber bereithält. Neben den Beschäftigten profitiert die Umwelt von zunehmender Heimarbeit. Weniger Verkehr auf den Straßen, geringere Emissionen und ein entspannteres Straßenbild sorgen dafür, dass Homeoffice weitere Befürworter erhält. Waren es in der Vergangenheit hauptsächlich digitale Branchen wie IT oder Callcenter, haben jetzt auch andere Unternehmen das Misstrauen gegenüber den eigenen Angestellten zugunsten eines modernen Führungsstils auf Vertrauensbasis aufgegeben. Auch wenn der Umweltgedanke bei diesen Prozessen keine oder nur eine geringe Rolle spielt, hilft die Entscheidung dabei, unsere Klimaziele zu erreichen. Dem Selbstbild der Unternehmen kommt es auf jeden Fall entgegen und lässt sich nicht nur als Arbeitnehmer-freundlicher Arbeitgeber, sondern auch als Klima-bewusst und modern vermarkten.

Fazit

Werden wir unsere Klimaziele erreichen? Diese Frage spaltet Politiker ebenso wie Unternehmer und Wähler. Während sich die einen um Umsätze und Machbarkeit sorgen, befürchten andere den Kollaps und den Schaden, der zukünftigen Generationen das Leben schwer machen wird. Es ist nicht nur eine Diskussion zwischen wirtschaftlichen Interessen, politischem Kalkül und Weltverbesserern. Allen Warnungen zum Trotz fallen den Beteiligten Entscheidungen schwer, zu groß ist die Unsicherheit. Was wirklich eintreten wird und wann wir lebenswichtige Bereiche verlieren, beurteilen selbst Experten unterschiedlich. Das Klima ändert sich, die Erderwärmung nimmt zu – an diesen Fakten geht kein objektiver Blick vorbei. Das rasante Tempo und eine vorhergesagte Eigendynamik, die uns überrollen wird, weckt Besorgnis. Doch wie alles, was in Etappen und irgendwann später eintritt, wird auch die drohende Klimakatastrophe verdrängt, wenn andere Herausforderungen zu meistern sind, Wahljahr ist oder wirtschaftliche Interessen gewahrt werden müssen. Das Engagement von Unternehmen – ein Kostenfaktor auf freiwilliger Basis – verdeutlicht die Brisanz und Dringlichkeit. Wenn Beträge und Einnahmen in soziale Projekte und Umweltschutz fließen, verdeutlicht das den Einsatz von Unternehmen wie der Lottoland Foundation und macht Hoffnung auf eine bessere Welt und ein gesundes Umfeld für kommende Generationen auf der ganzen Welt.

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