Dienstag , 21. September 2021

Grün & lecker: Lüneburg isst vegan

Was lange als überthematisierter Trend galt, ist heute ein etablierter Lifestyle und findet immer mehr Beachtung im Alltag vieler Menschen. Die Rede ist vom Veganismus. Während früher Vegetarier in Restaurants nur aus einer kleinen Auswahl an Speisen wählen konnten oder im schlimmsten Fall vor einem leeren Teller saßen, finden selbst Veganer heute immer mehr Möglichkeiten, ihren fleischlosen Gelüsten nachzugehen. Die Städte rüsten auf und Lüneburg steht den Metropolen in nichts nach.
Wer sich vegan ernährt, verzichtet auf alle tierischen Produkte. Fleisch und Fisch sowie alle Milchprodukte, Eier und Honig werden vom Speiseplan gestrichen. Die Gründe, sich vegan zu ernähren, sind ganz unterschiedlicher Natur, wie Spiegel zeigt. Einige Befürworter bevorzugen die Ernährung aufgrund ethischer Überlegungen, andere Veganer denken an den Klimaschutz. Aber auch der gesundheitliche Aspekt spielt eine große Rolle. So verringern Veganer das Risiko für die typischen Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und bestimmte Krebserkrankungen, wie PETA erklärt. Menschen mit Autoimmunerkrankungen oder Übergewicht können von einer rein pflanzenbasierten Ernährungsweise profitieren, weil sie entzündungshemmend und häufig kalorienärmer ist als andere Ernährungsformen. Studien weisen außerdem darauf hin, dass sich Veganer bewusster mit ihrem Essen auseinandersetzen.

Sportler und das Protein

Die Wandlung der Ernährungsweise hält seit 30 Jahren beständig an. Betway Sportwetten fand heraus, dass der Konsum von Fleisch um 11,5 % zwischen 1991 und 2020 zurückgegangen ist. Das Bewusstsein und die positiven Folgen sind dabei nicht nur bei Spitzensportlern oder Profiathleten vorhanden. Obwohl die vegane Ernährung lange Zeit in Verruf stand, weil angeblich wichtige Proteine auf dem Speiseplan fehlten, weiß man inzwischen, dass dieser Mythos nicht haltbar ist. Tofu, Linsen, Nüsse und Seitan machen es möglich und sorgen für genügend Protein selbst bei Sportlern.
Somit wächst die vegane Community, wie FAZ belegt, und mit ihr der Bedarf an Alternativen. In Städten finden deshalb immer mehr vegan-fokussierte Restaurants ihren Weg ins Stadtbild. In Lüneburg gibt es bereits ein großes Angebot an Eisdielen, Imbissen und Cafés. Doch wo isst es sich am besten?

Der frühe Vogel fängt den Tofu

Ein veganes Frühstück genießt man beispielsweise in Annas Café. Neben Rührei aus Tofu, Pfannkuchen und Avocadobrot sorgt die hausgemachte Marmelade für einen leckeren Start in den Tag. Wer es lieber kurz und schnell mag, holt sich bei Loving Hut einen veganen Imbiss für unterwegs. Neben klassischem Fast Food wie Burger, Wraps, Nuggets und Döner gibt es verschiedene Tagesgerichte sowie Kaffee, Kuchen und Torten. Die Vielfalt an Wünschen wird bei diesem Angebot erfüllt!
Gourmets werden bei La Tarverna ins Staunen verfallen. Hier wartet ein reichhaltiges Angebot an italienischen Spezialitäten, die Gäste zunächst nicht mit Veganismus in Verbindung bringen. Doch La Taverna schafft es, aus Käsepizzen und Tortellini in Sahnesauce eine pflanzenbasierte Alternative zu zaubern. Wer noch nicht genug hat, kann das Essen mit einem veganen Eis aus dem hauseigenen Eiscafé Dolce Vita direkt nebenan abschließen.

Lüneburg zeigt, dass gesunde Ernährung und alternativer Genuss kein Alleinstellungsmerkmal von Berlin, München oder Hamburg ist. Die Nachfrage steigt und will bedient werden. Sich vegan zu ernähren, bedeutet heutzutage nicht mehr auf etwas zu verzichten oder einem Lifestyle nachzueifern. Eher geht es darum, eine passende Alternative zu finden und den Genuss mit einem guten Gewissen zu maximieren.

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