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Neue Studie: Wie effektiv ist die E-Zigarette wirklich?

Der Markt der Tabakersatzprodukte ist im vergangenen Jahrzehnt rasant gewachsen und die E-Zigarette gilt bis heute als die bekannteste Variante. Eine aktuelle Studie hat sich mit der Wirksamkeit des Produkts auseinandergesetzt.

E-Zigarette mit guter Rauchstopp-Bilanz

Die Argumente, die für die E-Zigarette sprechen, waren von Anfang an dieselben. Der wachsende Markt hat sie lediglich noch bestärkt, da die Produkte ausgefeilter, nutzerfreundlicher und günstiger wurden. Umso interessanter ist der Blick auf eine Studie von 2021. In dieser wurden mehr als hundert Raucher sechs Monate lang begleitet, mit dem Ziel, der Tabak-Zigarette zu entsagen.

Die Ergebnisse klingen vielversprechend: So gelang es fast jedem fünften Teilnehmer mithilfe der E-Zigarette, das Rauchen vollständig einzustellen. Weitere 27 Prozent konnten ihren Konsum um mindestens die Hälfte einschränken. Der Abgleich mit den deutlich niedrigeren Quoten aus der Kontrollgruppe dient diesen Resultaten als Validierung.

Wegbegleiter statt Dauerlösung: Die E-Zigarette im richtigen Licht sehen

Doch nicht trotz, sondern genau wegen Studien solcher Art sind weitere Hinweise angebracht. Schließlich birgt auch die E-Zigarette ein nicht abzustreitendes Suchtpotenzial – dieses wohnt dem in einigen Liquids enthaltenen Nikotin inne. Zwar gilt das „Dampfen“ mittlerweile als die weniger gesundheitsschädlichere Variante; dennoch ist auch dieses Hobby nicht gleichzusetzen mit völliger Lungen-Enthaltsamkeit.

Die E-Zigarette sollte deswegen bewusst nur als Umstiegsmethode oder als zweckmäßiger Helfer zum Rauchstopp betrachtet werden. Wer den Prozess mit dieser Einstellung angeht, der erhöht seine Chance, eines Tages auch auf das Technikprodukt verzichten zu können. Andernfalls droht eine Verlagerung der Sucht und dies sollte nach Möglichkeit vermieden werden.

Immerhin: Neben der erhöhten Chance, per E-Zigarette dem traditionellen Tabak den Rücken kehren zu können, gibt es noch weitere Anreize. Allen voran betrifft dies den Geldbeutel, da die laufenden Kosten nach der einmaligen Anschaffung von Akkuträger und Verdampfer inklusive der ersten Wechselteile vergleichsweise gering sind. Auch andere Störfaktoren des Rauchens sucht man vergebens, da es keinen Geruch, keinen Rauch und keine Verfärbungen gibt.

Gesetzesänderung bei der Tabaksteuer als neue Herausforderung

Wegen des anhaltenden Erfolgs sieht sich die Branche jedoch neuen Herausforderungen gegenüber. So geht es aktuell um die Gesetzesänderung zur Tabaksteuer, welche scheinbar die weiter sinkenden Zigaretten-Verkaufszahlen finanziell ausgleichen soll. Entwicklungen wie diese waren abzusehen, da sie eine normale Reaktion auf die Veränderung von Marktverhältnissen sind. Die Hersteller und Händler, die um ihre Wachstumsziele fürchten, möchten den Plänen dennoch den Kampf ansagen, um die Vorteile von E-Zigaretten auch zukünftig erhalten zu können und einen boomenden Schwarzmarkt zu verhindern.

Bildquelle:
©istock.com/vfhnb12