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Hilfreich im Trauerfall: Routinen und gepflegte Kontakte

Wer einen geliebten Menschen verloren hat, befindet sich häufig in einem emotionalen Ausnahmezustand. Die psychischen Belastungen durch den erlittenen Verlust werden häufig noch dadurch verschärft, dass gerade in dieser Situation noch eine Reihe zusätzlicher Dinge zu planen und zu erledigen sind, angefangen vom Organisieren der Trauerfeier und der Beisetzung bis hin zu diversen Kündigungen sowie Ab- und Ummeldungen. Ist diese Phase erst einmal überstanden, folgt nicht zwangsläufig Entspannung. Denn häufig haben Trauernde dann das Gefühl, nun erst recht einsam zu sein und – im übertragenen Sinne –in eine Art tiefes Loch zu fallen.

"Trauerarbeit" wörtlich nehmen

Für die mentale und emotionale Bewältigung eines Trauerfalles wird gelegentlich auch der Begriff Trauerarbeit verwendet. Er deutet bereits darauf hin, dass es sich dabei um einen aktiven Prozess handelt und keineswegs um bloßes Abwarten, bis die traurigen Gefühle irgendwann nachlassen. Besonders hilfreich können dabei bestimmte Routinetätigkeiten sowie gut gepflegte Kontakte sein. Dass jemand nach einem Todesfall im engeren Familien- oder Freundeskreis plötzlich das Gefühl hat, sich zu nichts mehr motivieren zu können, ist völlig normal. Umso wertvoller sind in dieser Situation bestimmte Routinen, die trotzdem ausgeführt werden und gerade dadurch einen gewissen Halt zu geben vermögen. So kann beispielsweise schon das Schreiben von Trauerbriefen an Angehörige und Freunde dabei helfen, sich mit dem Verlust auseinanderzusetzen. Eine stilvolle Danksagungskarte zur Trauer von Trauerdruckportal.de oder eine ähnliche Form des Dankes für die gezeigte Anteilnahme ist nach der Beisetzung ein weiterer hilfreicher Schritt, um das Geschehene zu verarbeiten und nach und nach etwas Abstand zu gewinnen. Gerade in Zeiten von E-Mails, Chats und SMS betrachten es viele Menschen als Zeichen besonderer Wertschätzung,
mit einer persönlichen Danksagungskarte Trauer und Dankbarkeit auszudrücken. Zugleich werden damit persönliche Kontakte gepflegt und vertieft, die für die kommende Zeit ebenfalls eine wichtige Rolle spielen und zur Überwindung des Verlustes beitragen. Zusammen mit Freunden oder Verwandten über die Verstorbene oder den Verstorbenen zu sprechen und sich an gemeinsame Erlebnisse zu erinnern, wird von vielen Trauernden als positiv und erleichternd erlebt.

Gesundheitliche Risiken nicht unterschätzen

Dass es sich bei Trauer um wesentlich mehr als nur eine vorübergehende Stimmung handelt, ist inzwischen unter verschiedensten Aspekten wissenschaftlich untersucht worden. Die Tatsache, dass Trauer auch ganz konkrete physische Auswirkungen haben kann, ist ein oft unterschätzter Grund, das Thema wirklich ernst zu nehmen. Das bewusste Festhalten an bestimmten alltäglichen Routinen und die aktive Pflege von persönlichen Kontakten sollten daher auch keineswegs als Ablenkungsmanöver, sondern stets als Teil der aktiven Trauerarbeit verstanden werden. Denn sich oberflächlich abzulenken oder gar das Gefühl der Trauer zu unterdrücken, würden einer wirklichen Verarbeitung des Erlittenen nur im Wege stehen und den gesamten Prozess verzögern. Wer den Eindruck hat, sich allein nicht wieder aus dem zunächst völlig normalen psychischen Tief herausarbeiten zu können, sollte sich nicht scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und sich von Dritten beraten zu lassen. Das gilt vor allem auch für diejenigen, die keine Verwandten oder Freunde mehr haben und denen es daher als vertrauenswürdigen Ansprechpartnern im persönlichen Umfeld mangelt. Vor allem Hochbetagte, die keine Kinder haben oder deren Kinder bereits verstorben sind, tun sich oft schwer damit, neue Kontakte zu knüpfen. Umso wichtiger ist ein aufmerksames Umfeld, welches gegebenenfalls auch aktiv zum Aufbau neuer persönlicher Beziehungen beitragen kann, sei es nun in der Kirchgemeinde, in einer Seniorentagesstätte, in einem Verein oder in einem anderen geselligen Kreis, wo sich die oder der Betreffende gut aufgehoben fühlt.

Bild von goszka auf Pixabay