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Für wen lohnt sich eine Tierkrankenversicherung wirklich?

Nichts ist schlimmer, als wenn das geliebte Tier krank wird. Das Haustier kann jedoch nicht nur erkranken, sondern auch einen Unfall haben oder eine lebensrettende Operation benötigen. Besonders dann ist eine Tierkrankenversicherung lohnenswert, da hier sehr hohe Behandlungskosten auf den Tierhalter zukommen können. Eine Tierkrankenversicherung rentiert sich daher für jeden, der sich keine Sorgen mehr um die finanziellen Folgen eines Tierarztbesuchs machen will, die Entscheidung einer Behandlung nicht anhand der Kosten, sondern aufgrund der Notwendigkeit fällen möchte oder der wissen möchte, dass sein Haustier im Ernstfall gut versorgt ist.

Wie funktioniert eine Versicherung für Tiere?

Im Grunde genommen funktioniert eine Tierkrankenversicherung für Hund, Katze oder Kaninchen genauso, wie die Krankenversicherung für den Menschen: Monatlich wird ein bestimmter Beitrag geleistet, wofür man je nach Wahl der Leistung ein entsprechendes Versicherungspaket erhält. Dieses gibt es in verschiedenen Ausführungen und kann vom Tierhalter individuell gewählt oder zusammengestellt werden. Basispakete erstatten in der Regel ambulante und stationäre Kosten als Folge einer Erkrankung oder eines Unfalls und können einen zeitlich begrenzten Auslandsschutz sowie die Kostenübernahme für Medikamente, Akupunktur, Narkosen und die freie Arztwahl enthalten. Denn: Gerade eine freie Wahl des Tierarztes ist nicht zu unterschätzen, da es bei Notfällen sein kann, spontan auf einen anderen Tierarzt zurückgreifen zu müssen. Auf was muss bei der Versicherung für das geliebte Tier also geachtet werden?

Folgende wichtige Fragen sollte man sich daher immer stellen:

  • 1. Kann der Tierarzt frei gewählt werden?
  • 2. Verändern sich die Beiträge während der Laufzeit und wenn ja, wie ist dies gestaffelt?
  • 3. Ab wann kann die Versicherung genutzt werden, nachdem sie abgeschlossen wurde?
  • 4. Was deckt die Versicherung ab und gibt es eine Leistungsgrenze in der Erstattung?
  • 5. Wie hoch ist die Selbstbeteiligung pro Versicherungsfall?

Beiträge und Laufzeit des Vertrags

Manche Versicherungsgeber passen die Beiträge oder Konditionen während der Laufzeit an. Das kann zum Beispiel jährlich erfolgen, wenn das Tier ein bestimmtes Alter erreicht oder aber bei häufiger Inanspruchnahme von bestimmten Leistungen. Der Vertrag sollte ebenfalls überprüft werden auf Klauseln zur generellen finanziellen Deckelung des Versicherungsschutzes. Auch die jährliche Versicherungsleistung ist nicht zu unterschätzen: dabei handelt es sich um jene Summe, die durch die Versicherung pro Jahr maximal erstattet wird. In der Regel umfasst das Vorsorge, Behandlungen und Operationen. Manchmal werden Operationen jedoch separat aufgeführt - darauf sollte auf jeden Fall geachtet werden.

Wartezeit zum vollen Versicherungsschutz und Abdeckung

Man kennt es von regulären Zusatzversicherungen: Oftmals gilt eine bestimmte Wartezeit, bis man auf den vollen Versicherungsschutz zurückgreifen kann. Dies ist häufig bei Tierschutzversicherungen ähnlich, weshalb sich ein Vergleich durchaus lohnt. Außerdem sollte unbedingt darauf geachtet werden, wie weit die Gesamtabdeckung der Versicherung geht, um im Leistungsfall keine unschönen Überraschungen zu erleben und auf den Kosten sitzen zu bleiben. Das bedeutet konkret: Tierärzte können, genau wie Humanmediziner, nach verschiedenen Sätzen abrechnen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist also die sogenannte "Abrechnungshöhe". Sie gibt an, mit welchem Satz der aufgesuchte Tiermediziner abrechnet. Dieser Satz kann variieren; zum Beispiel bei erhöhtem Aufwand oder in Notfällen. Wie viel Kosten übernimmt die ausgewählte Versicherung? Anbieter unterscheiden sich dabei meist zwischen 70 Prozent und 100 Prozent Übernahme der anfallenden Kosten je Behandlung.

Vorteile und Abwägung je nach individuellem Bedarf

Eine Tierkrankenversicherung kann durchaus sinnvoll sein. Abhängig vom gewählten Tarif kommt die Versicherung für Kosten beim Tierarzt oder in der Tierklinik auf, wenn der Liebling nicht gesund ist. So reißen Kosten für Operationen im Fall von Krankheiten oder nach Unfällen kein Loch mehr ins eigene Budget. Ein frühzeitiger Abschluss kann sich lohnen, da neben des Alters des Tieres in der Regel auch der generelle gesundheitliche Zustand Auswirkungen auf die Höhe des monatlichen Beitrags hat. Neigt das Tier oder die Rasse erfahrungsgemäß häufiger zu Krankheiten, sollte man einen Schutz durchaus überdenken. Wichtig ist, Versicherungen immer inhaltlich zu vergleichen und darauf zu achten, wie hoch die eventuelle Selbstbeteiligung ist.

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