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Wie wichtig die private Altersvorsorge gerade für Selbstständige ist

Nicht alle Selbstständige sind in Deutschland pflichtversichert. Das soll sich mit einer Rentenreform 2024 ändern. Bis dahin zahlen jedoch viele Selbstständige und Freiberufler weiterhin nicht in ihre Altersvorsorge ein. Damit haben sie ein erhöhtes Risiko für Altersarmut und sind in ihrer Rente nicht abgesichert. Für viele geht deshalb kein Weg daran vorbei, sich selbst um die passende Altersvorsorge zu kümmern. Dabei stehen verschiedene Optionen bereit!

Die gesetzliche Rentenversicherung

Auch unter den Selbstständigen und Freiberuflern gibt es verschiedene Berufsgruppen, die sich gesetzlich versichern müssen. Sie sind damit in der gesetzlichen Rentenversicherung inbegriffen. Wer also zu den freiberuflichen Lehrern, Hebammen, Pflegenden, Handwerkern, Künstlern und Publizisten zählt, muss sich nicht zwangsläufig mit der eigenen Altersvorsorge beschäftigen. Ab 2024 soll diese Gruppe auf alle selbstständigen und freiberuflichen Tätigkeiten erweitert werden. Damit sind in zwei Jahren alle berufstätigen Menschen in Deutschland versichert. Aber auch schon davor gibt es die Möglichkeit, sich freiwillig für die gesetzliche Rentenversicherung zu entscheiden. Dieser Schritt hat Vor- und Nachteile. So erwirbt man mit den monatlichen Zahlungen ein Recht auf eine Altersrente, Erwerbsminderungsrente und eine Hinterbliebenenrente. Damit kann aber der Lebensstil kaum aufrechterhalten werden. Derzeit werden 48,2 % des Durchschnittsverdienstes ausgezahlt. Demnach müssen Rentner mit weniger als der Hälfte von dem auskommen, was sie während ihrer beruflichen Tätigkeit verdient haben. Und das Rentenniveau sinkt derzeit weiter ab, voraussichtlich auf 46 % bis 2030. Das liegt unter anderen an dem höheren Alter der Rentner sowie der stagnierenden Anzahl an Einzahlern. Die Senkung des Rentenniveaus ist eine von mehreren Strategien, um das Rentensystem weiterhin finanzieren zu können. 

Weitere Vorsorgeoptionen: Rürup- und Riester-Rente oder private Rente

Bei der Altersvorsorge für Selbstständige und Freiberufler gibt es jedoch auch private Alternativen zur gesetzlichen Rentenversicherung. Dabei wird zwischen zwei großen Arten unterschieden: der Rürup- und der Riester-Rente. Die Rürup-Rente ist dabei für gut verdienende Selbstständige besonders interessant, da sie mit bis zu 25.787 € als Höchstbetrag zum Großteil von der Steuer absetzbar ist. Derzeit können etwa 90 % abgesetzt werden, dieser Prozentsatz soll jedoch mit jedem Jahr um 2 % steigen und bis 2025 die 100 % erreichen. Je nach Einkommen kann sich ein bestimmter Betrag besonders lohnen, der Einzahler in eine günstigere Steuerklasse versetzt. Nachteil der Rürup-Rente können jedoch die relativ hohen Beiträge sein, die für Selbstständige zur Belastung werden können. Wer nicht genug verdient, kann deshalb auch in die Riester-Rente investieren, bei der nur 2100 € pro Jahr steuerlich abgesetzt werden können. Wem keine der beiden Systeme zusagen, der kann sich auch nach einer anderen privaten Rentenversicherung umsehen. Viele Versicherungsunternehmen bieten dabei eine besondere Flexibilität an. So kann beispielsweise ein einmaliger Beitrag am Beginn eingezahlt werden, wenn gerade geerbt wurde oder durch den Verkauf einer Immobilie oder eines Unternehmens plötzlich ein großer Geldbetrag zur Verfügung steht. Natürlich sind auch monatliche Zahlungen möglich. Was allerdings bedacht werden sollte: Die private Rentenversicherung wird nicht staatlich gefördert und hat deshalb die höchsten Einzahlungskosten.

Für Freiberufler und Selbstständige ist es besonders wichtig, die eigene Altersvorsorge zu überdenken, denn viele von ihnen sind derzeit nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung mit inbegriffen. Nur wer sich frühzeitig mit dem Thema auseinandersetzt, kann im Alter das Risiko auf Altersarmut verringern und sich seine Rente mit einem möglichst hohen Satz erarbeiten. So kann ein schöner Lebensstil auch im hohen Alter gelebt werden.

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