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Der Boom der Wohlfühlkosmetik

Die Corona-Krise hat interessante Auswirkungen auf unser Kauf- und Konsumverhalten. Die Kosmetikindustrie beklagt sinkende Einnahmen bei Make-up und Lippenstiften, nachdem wir häufig Maske tragen und viele Events ausfallen. Dafür verbuchen sie seit der Pandemie, insbesondere zu Zeiten von Lockdowns vermehrt Verkäufe von Kosmetik und Körperpflegeprodukten, die helfen uns in der Zeit zu Hause besonders wohlzufühlen. 

Gerade in den Wintermonaten steigt dieser Trend noch einmal an. Was sind die Trends der Wellnesskosmetik und wie profitieren wir von ihr?

Unser gesteigertes Bedürfnis nach Pflege

Wenn die Pandemie eins in den Köpfen der Bevölkerung hinterlassen hat, ist es ein höheres Bewusstsein für Hygiene. Handseife und Desinfektionsmittel waren zu Beginn der Krise ausverkauft und sind es immer wieder. Wer sich an das empfohlene häufige und lange Händewaschen gehalten hat, hat schnell die negativen Seiten der Gewohnheit kennengelernt. Seife und Desinfektionsmittel führen zu ausgetrockneten Händen.

Wer zusätzlich zu nicht-atmungsaktiven Handschuhen gegriffen hat, um sich vor Keimen zu schützen, spürt auch deren Auswirkungen. Unsere Haut wird spröde, rissig, schuppig und gereizt. Zeitgleich führen das Tragen von Gesichtsmasken und veränderte Pflegerituale zu irritierter Haut. Viele Menschen reagieren mit wunden Stellen, Ausschlag oder entzündlichen Pickeln

Dass wir aufgrund der Pandemie auch psychisch unter Druck stehen, verstärkt das Auftreten dieser Probleme und mindert die Fähigkeit unseres Körpers sich selbst zu heilen.

So ist ein gesteigertes Bedürfnis nach Pflege entstanden. Der Fokus liegt immer mehr auf hochwertigen Pflege- und Reinigungsprodukten mit einer sanften Reinigung, beruhigender Wirkung und lang anhaltender Feuchtigkeitsspende. Jetzt sind die Menschen auch bereit, mehr Geld für Luxus-Pflege auszugeben.

Mehr Zeit Zuhause

Aufgrund der Lockdowns und Einschränkungen konnten viele Menschen nicht mehr auf ihre gewohnten Schönheitsrituale zurückgreifen. Friseursalons, Kosmetiker und andere Wellness-Angebote wurden vorübergehend oder langfristig geschlossen. Uns blieb also nichts anderes übrig, als selbst Hand anzulegen. 

Um die professionellen Behandlungen aufzuwiegen, haben wir selbst in Pflegeprodukte investiert. Gepaart mit der vermehrten Zeit, die wir zu Hause verbringen mussten, blieben uns viele Gelegenheiten, die Wellnessanwendungen durchzuführen.

Aufwiegen von Defiziten

Die vielen Verzichte während der Pandemie und die psychische Belastung der Krise haben den Menschen zu schaffen gemacht. Soziale Kontakte und Hobbys, die uns sonst mit Glückshormonen versorgt haben, sind weggefallen. Um dennoch eine Quelle an Dopamin und Co. zu haben, mussten wir uns mit der neuen Situation abfinden und neue Wege finden, um uns aufzumuntern

Für viele Menschen war das ein bewusstes Sich-etwas-Gutes-tun. Eine luxuriöse Körperpflege ist eine Möglichkeit, das umzusetzen. Dafür wird neben feuchtigkeitsspendenden Pflegen auch vermehrt auf Cremes mit Vitamingehalt zurückgegriffen. Das sieht man auch in dem Marketing für Kosmetikprodukte, die im Vergleich von Januar 2019 zu 2020 um 670 % mehr mit Vitaminen als Inhaltsstoffen werben.

Gemütlichkeit zur Winterzeit

Gerade in der Winterzeit haben wir ohnehin ein hohes Bedürfnis nach Wärme und Wohligkeit. Die Kälte und trockene Heizungsluft trocknen unsere Haut aus. Unsere Talgdrüsen produzieren weniger der fettigen Schutzschicht, die unsere Haut vor äußeren Einflüssen schützt und Feuchtigkeit speichert. In der Kälte ziehen sich unsere Blutzellen zusammen und liefern weniger Nährstoffe an unsere Zellen. Die Haut wirkt fahl, sie wird rissig, spannt und juckt.

Klassiker wie Nivea sind zur Winterzeit besonders beliebt. Die Creme ist besonders reichhaltig und spendet effektiv Feuchtigkeit. Rückfettende Cremes, Badezusätze und Duschöle sind im Winter gefragt. Gemeinsam mit dem Pflegebedürfnis zu Corona-Zeiten erlebt die Kosmetikindustrie in diesem Bereich einen regelrechten Boom.

Moderne Ansprüche an Kosmetikprodukte

Der aktuelle Nachhaltigkeitsgedanke bezieht sich auch auf unsere Körperpflege. Die Naturkosmetik wird immer häufiger gekauft. Die Grundidee liegt hier darin, dass unser Körper mit natürlichen Inhaltsstoffen besser kompatibel ist und so weniger Reizungen entstehen. 

Zudem haben Hersteller von Naturkosmetika häufig zeitgleich einen Fokus auf naturschonende Anbau- und Herstellungsweisen sowie nachhaltige Verpackungsmaterialien. Umweltbewusste Kunden achten gezielt auf diese Eigenschaften von Cremes und Fabrikanten.

Fazit

In der Pandemie sind viele Menschen gezwungen, zu Hause zu bleiben und sich selbst um die Pflege zu kümmern, die sonst durch Kosmetikstudios und Co. übernommen wurde. Durch die psychische Belastung der Krise und negative Auswirkungen von Schutzmaßnahmen auf unsere Haut greifen sie dabei auf hochwertige und reichhaltige Produkte zurück. Das Zuhause wird zum Spa, in dem wir uns gezielt etwas Gutes tun und uns mit Feuchtigkeit und Vitaminen versorgen. Besonders gerne gesehen sind diese Pflegemittel als Naturkosmetik, die unsere Haut und Umwelt schont.

Bildquelle:
Pexels.com