Donnerstag , 29. Oktober 2020

Vom Homo Sapiens zum Homo Digitalis

Hinweis: Online-Casinos sind in Deutschland grundsätzlich verboten. Die Ausnahme macht hier das Bundesland Schleswig-Holstein.

Unseren Einkauf erledigen wir bei Amazon. Unsere finanziellen Angelegenheiten regeln wir über das Online Banking. Geschäftliche Meetings finden immer mehr über Zoom statt. Unterhaltung gibt’s auf Netflix oder im Online Casino. Die Liste ließe sich nahezu endlos fortsetzen. Die digitale Revolution ist im vollen Gange und wir sind mitten drin. Bleibt es vorerst bei dem, was wir mit Amazon & Co erleben oder kommt da noch mehr? Sind wir bereits der Homo Digitalis oder werden wir erst noch zum selbigen?

Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt

Glaubt man Experten, so stehen wir erst am absoluten Anfang der digitalen Revolution. Einer der meistgehörten Akademiker zu diesem Thema in Deutschland ist der Philosoph Richard David Precht. Laut Precht besteht der eigentliche Kern der Digitalisierung darin, dass die Leistungs- und Arbeitsgesellschaft, wie wir sie bisher kannten, zu Ende geht. Es wird einen epochalen Umbruch geben. Millionen Arbeitsplätze werden in naher Zukunft durch künstliche Intelligenz ersetzt, allerdings ohne dass ausreichend neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das wird zu einer nie dagewesenen dauerhaften Massenarbeitslosigkeit führen. Große gesellschaftliche Antworten auf diesen zukünftigen Wandel gibt es noch keine. Aktuell sieht Precht viele Parallelen zur industriellen Revolution. Damals wie heute würden sich viele nicht vorstellen können, wie dramatisch Maschinen die Welt verändern. “Damals haben die Leute auch gedacht, dass alles irgendwie so wie jetzt weitergeht, vor allem in Frankreich und in Deutschland”, so der Philosoph. Man hätte sich etwa nicht vorstellen können, dass die Industrialisierung auch das Ende der 2.000 Jahre alten Herrschaft von Adel und Kirche bedeuten würde. Ähnlich ist es jetzt: Künstliche Intelligenz einfach als bessere Software zu verstehen, die Menschen assistiert, ist zu kurz gegriffen. Precht sagt: “Wir erwarten die Digitalisierung wie den Regen…”. Es braucht eine große gesellschaftliche Diskussion nicht nur bei der Frage „Wie werden wir leben?“, sondern auch „Wie wollen wir leben?“ Dies würde zumindest einem Regenschirm gleichkommen, um nicht völlig nass zu werden. Die Verantwortung hierfür sieht er vor allem bei der Politik.

Ist der Homo Digitalis unsere einzige Chance?

Amazon, Zoom, Netflix und Live Casino. Bisher macht uns die digitale Revolution noch Spaß. Bisher klingen die Worte Prechts für viele mehr nach Schwarzmalerei. Precht steht mit seinen Ansichten allerdings nicht alleine da. Vorschläge Prechts nach einer Veränderung des Steuersystems und einem bedingungslosen Grundeinkommen hören sich im Vergleich zu anderen noch sehr optimistisch an. Ein ganz anderes Bild malt kein Unbekannter: Elon Musk. Musk bewertet nämlich die künstliche Intelligenz als größte Bedrohung für die Menschheit, weil sie die Kontrolle übernehmen könnte. Wiederholt sagte er: „Künstliche Intelligenz ist gefährlicher als Atomwaffen.“ Der Ausweg ist nach Musks Ansicht nur ein Verschmelzen des menschlichen Gehirns mit künstlicher Intelligenz. “If you can’t beat them, join them” lautet seine Devise. Musk belässt es meist nicht bei Visionen, sondern investiert in deren Umsetzung. So gründete er 2016 das Unternehmen Neuralink. Ziel von Neuralink ist die Entwicklung eines Gerätes zur Kommunikation zwischen dem menschlichen Gehirn und Computern, ein sogenanntes Brain-Computer-Interface. Die Verlinkung würde uns ermöglichen, super-intelligente Computer zu verstehen und künstliche Intelligenz damit nachhaltig zu „demokratisieren“. Elon Musk hat sich wie immer einen sehr engen Zeitraum gesetzt, der als unrealistisch diskutiert wird. Bisher jedoch hat er immer wieder seine Kritiker durch schnelle, erfolgreiche Resultate zum verstummen gebracht. Es wird nicht mehr lange dauern, bis künstliche Intelligenz eigenständig denken und uns im Handumdrehen intellektuell überlegen sein wird. Musk sieht Neuralink als einzige Möglichkeit, künstliche Intelligenz für uns zugänglich und somit weniger gefährlich zu machen. Der Homo Digitalis wäre somit die einzige Überlebenschance des Homo Sapiens auf diesem Planeten. Sollte es mit Neuralink nicht schnell genug vorangehen, kann man nur hoffen, dass Elon Musk mit seinem Unternehmen “SpaceX” ausreichend schnell einen alternativen Lebensraum für die Menschheit auf dem Mars erschließt.

Bidlquelle:
Pixabay