Samstag , 24. Oktober 2020

Hemdgröße richtig ermitteln – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Um sich während der Corona-Pandemie die Zeit zu vertreiben, nutzen viele Menschen gerne das Internet für ein ausgiebiges Onlineshopping. Warum auch nicht? Onlineshopping ist bequem, bietet eine enorme Auswahl und oft auch günstige Preise. Das einzige Problem: Man kann die Kleidung nicht schon vor dem Kauf anprobieren, sondern erst, wenn die Bestellung eingetrudelt ist. Passt etwas nicht, muss man alles wieder einpacken und zur Post bringen – ein Aufwand, den sich viele Menschen gerne ersparen würden. Unnötige Rücksendungen lassen sich vermeiden, indem man vorab seine Größe richtig ermittelt. Das ist gerade bei Hemden sehr sinnvoll, denn Hemden sollten weder zu klein noch zu groß ausfallen. Doch wie ermittelt man seine Hemdgröße eigentlich korrekt? Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung erklärt die richtige Vorgehensweise. Alles, was man dafür braucht, ist ein Maßband.

1. Schritt: Kragenweite messen

Das A und O bei einem Hemd ist, dass der Kragen perfekt passt. Dies wird zunächst durch die optimale Kragenform beeinflusst. Zu den am weitesten verbreiteten Kragenformen gehören laut hemdenbox.de der Kentkragen, der Button-Down-Kragen und der Haifischkragen, die sich jeweils für unterschiedliche Anlässe eignen. Darüber hinaus ist es von großer Bedeutung, die richtige Kragenweite auszuwählen. Diese bestimmt die Konfektionsgröße eines Hemdes. Die Kragenweite wird wie folgt gemessen:

  • 1. Aufrecht vor den Spiegel stellen und den Blick gerade nach vorne richten
  • 2. Das Maßband unter dem Adamsapfel um den Hals führen
  • 3. Als Platzhalter einen Finger zwischen Hals und Maßband legen

Trägt man das Hemd immer offen, darf auch ein wenig knapper gemessen werden. Sobald man die Kragenweite ermittelt hat, ist es ohne Probleme möglich, die Hemdgröße zu bestimmen. Hemden werden immer in Doppelgrößen eingeteilt: Bei einer Kragenweite von 39 bis 40 Zentimetern ist die Größe M ideal, während bei 41 bis 42 Zentimetern Größe L gewählt werden sollte.

2. Schritt: Taillenweite erfassen

Für eine optimale Passform sollte man zusätzlich die Taillenweite kennen. Um diese zu messen, wird das Maßband zwei Zentimeter über dem Bauchnabel herumgeführt. Der Bauch darf dabei nicht eingezogen werden. Um ausreichend Spielraum in seinem Hemd zu haben, kann man noch vier bis sechs Zentimeter hinzurechnen. Wer kräftig gebaut ist, sollte am besten an der stärksten Stelle des Bauches messen.

3. Schritt: Hemdlänge bestimmen

Um auf Nummer sicher zu gehen, dass ein Hemd wirklich perfekt passt, kann man nun auch noch die Hemdlänge bestimmen. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn man möchte, dass das Hemd beim Sitzen nicht aus der Hose rutscht. Dafür wählt man am besten ein Hemd aus dem eigenen Besitz mit einer guten Passform aus. Man legt es zugeknöpft mit dem Rücken nach oben zeigend auf einen Tisch. Die Hemdlänge wird von der Mitte des Kragenansatzes bis zum Ende des Saums gemessen.

4. Schritt: Ärmellänge ermitteln

Zusätzlich kann auch noch die Armlänge des Hemdes ermittelt werden, damit die Ärmel des neuen Hemds weder zu lang noch zu kurz sind. Dafür wird das Hemd wieder wie oben beschrieben flach hingelegt. Nun misst man von der Mitte des Kragenansatzes bis zu der Naht, die zwischen Ärmel und Schulter verläuft und dann von diesem Punkt weiter bis zum Ende der Manschette. Die beiden Messwerte ergeben in der Summe die individuelle Ärmellänge.

Wann ein Hemd gut sitzt

Hat man ein Hemd entsprechend der gemessenen Werte online bestellt, steht nach der Lieferung natürlich dennoch eine Anprobe an. Das Hemd sitzt perfekt, wenn sich der obere Hemdknopf einfach schließen lässt und eine Fingerbreite zwischen Kragen und Hals passt. Außerdem sollte die Knopfleiste im geschlossenen Zustand ohne Wölbungen am Oberkörper entlanglaufen. Beim Strecken und Beugen muss das Hemd in der Hose bleiben. Es darf beim Sitzen nicht einschneiden, sollte aber trotzdem am Körper anliegen, ohne dass es spannt.

Bildquelle:
Pixabay