Gartenbau in Krisenzeiten

So bereiten Hobbygärtner ihre Gärten auf den Frühling vor

Derzeit rücken die eigenen vier Wände immer mehr in den Lebensmittelpunkt, denn in vielen Fällen werden diese nicht nur zum Büro umfunktioniert, sondern man darf sie auch außerhalb der Arbeitszeit nur noch in Ausnahmefällen verlassen.
Durch die Ausgangsbeschränkungen haben Bürger also scheinbar sehr viel Zeit übrig, die sie sonst mit allerlei Aktivitäten gefüllt hätten, die den Kontakt zu anderen voraussetzen. Es gilt also, sich über Wege Gedanken zu machen, wie die Tage, Wochen und vielleicht Monate bis zur Aufhebung der Beschränkungen sinnvoll und produktiv zu nutzen sind.
Ja, dieses Thema beschäftigt zahllose Deutsche und viele fassen im Zuge dessen eine Tätigkeit ins Auge, die buchstäblich nahe liegt: Gartenarbeit.
Sie repräsentiert einen altbewährten Zeitvertreib, dem der Durchschnittsdeutsche traditionellerweise erst im gehobenen Alter nachgeht. In Zeiten der Krisenbewältigung lohnt sich der Blick aufs grüne Aushängeschild des Hauses aber für jeden, der ein solches besitzt, ob Jung oder Alt.
Gartenarbeit ist nämlich nicht nur ein zuverlässiger Zeitfresser, sie hält auch gesund – genau wie jede andere Tätigkeit, die an der frischen Luft ausgeführt wird – und schließlich und endlich wohnt es sich in einem ansprechend gestalteten Heim auch besser. Der beherzte Griff zum Spaten, zur Harke oder zum Rasenmäher lag also nie näher als jetzt, da die Krise das Verlassen des Grundstücks verbietet.

Tätigkeiten inmitten der heimischen Flora:

Gerade mit Blick auf die kommende, warme Jahreszeit sollte das Ziel im Vordergrund stehen, den Garten frühlingsfit zu machen. Das kann man beispielsweise erreichen, wenn man einige hübsche Gartenaccessoires erwirbt und diese an strategisch günstigen Positionen aufstellt.
Wenn der Garten erst einige tief greifendere Schönheitsoperationen benötigt, um wieder im klassischen Sinne als vorzeigbar zu gelten, sollte freilich mit grundlegenden Arbeitseinheiten begonnen werden.

  • Unkraut jäten
  • Wildwuchs eindämmen
  • Rasen trimmen/mähen
  • Gehwege und Beeteinfassungen von Gestrüpp befreien
  • Ungepflegte Bäume beschneiden

Ein heruntergekommener Garten bringt tatsächlich auch Vorteile mit sich. Der Boden ist nämlich in der Regel äußerst fruchtbar und nicht durch Schadstoffe belastet. Eine Kultivierung fällt also sehr leicht. Ist der Garten schließlich in ausreichendem Maße bearbeitet worden, kann man also mit dem Feinschliff beginnen.

Erweiterte Gestaltung:

Nun gilt es also, entsprechend den individuellen Vorlieben, den Garten aktiv neu zu gestalten. Ausreichende freie Zeit können Hobbygärtner beispielsweise nutzen, um neue Beete zu pflanzen oder zusätzliche Gehwege anzulegen. Auch die Arbeit an einem Gartenhaus kann der fleißige Gartenliebhaber in Angriff nehmen. Für Frühling und Sommer sollte dieser außerdem eine Grillecke festlegen und kennzeichnen.

  • Beete anlegen:
  • Blumenbeete anzulegen, gehört zu den befriedigendsten, aber auch aufwändigeren Tätigkeiten beim Gartenbau. Dabei sollte der Gärtner einen festen Ablaufplan befolgen.

1. Den Boden bearbeiten: Die Bearbeitung der Böden ist in erster Linie von deren Beschaffenheit abhängig. Ein guter Boden sollte locker sein, Nährstoffe speichern und diese wieder an die Wurzeln abgeben.
Schwere Lehmböden halten Nährstoffe und Wasser sehr gut, dadurch können sie Wurzeln aber die nötige Luft nehmen. Bei Trockenheit werden sie außerdem hart wie Beton, daher lohnt es sich, Hilfsmittel wie Motorhacken zu erwerben, um das Durchpflügen der Erde zu erleichtern.
Sandige Böden sind gut durchlüftet, Wasser versickert aber sehr schnell und oft wirkungslos. Daher müssen sie oft und ausreichend gegossen werden und Dünger sollten die jeweiligen Hobbygärtner nur sparsam verwenden.

2. Einpflanzen: Im Voraus sollten Schaffende genau festlegen, wie die Beete aussehen sollen. Pflanzen kann man testweise auf Flächen positionieren und diese im Nachgang mit einem Gartenschlauch markieren. Dann gilt es, die Kanten für das Loch abzustechen und es anschließend auszuheben. Das Loch sollte etwa zehn Zentimeter breiter sein als die Wurzelballen.

  • Gartenweg anlegen:
  • Bei der Planung eines solchen muss man sehr genau über Materialwahl und Wegführung nachdenken.

1. Material: Dank ausgereifter Herstellungsverfahren ähneln Betonsteine immer mehr Natursteinen. Auch Kies oder Mulch fügt sich sehr harmonisch ins Gesamtbild eines gepflegten Gartens ein. Große Plattenformate eignen sich gut, um für gerade Wege verwendet zu werden, kleine Steine dagegen besser bei einer geschwungenen Wegführung.

2. Wegführung: Auch den Verlauf der Wege selbst sollten Gartenbauer in den Planungsprozess einbeziehen. Wenn sie zwei Bereiche direkt verbinden wollen, sind gerade Linien sinnvoll. Soll der Weg eher zu einem Spaziergang durch den Garten anregen, so eignet sich eine geschwungene Führung besser.

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