Guter Gewinner oder guter Verlierer – man muss sich nicht unbedingt entscheiden, man kann auch beides sein.

Warum der Mensch immer gewinnen will und warum verlieren nichts Schlechtes ist

Höher, schneller, weiter – Es liegt in der Natur des Menschen, dass er immer weiterkommen und vor allem immerzu gewinnen will. Dieses Wetteifern fängt bereits in der Kindheit an. Kinder vergleichen sich mit anderen Kindern und wollen immer besser sein als die anderen. Eine gesunde Einstellung zum Gewinnen kann nicht schaden. Wer jedoch in seinem Leben nicht lernt, zu verlieren, könnte früher oder später sogar Probleme bekommen. Sollte man also lieber ein guter Verlierer sein, statt eines schlechten Gewinners?

Das macht das Gewinnen mit uns

Wer gewinnt, der freut sich. Das Belohnungszentrum des Gehirns wird dabei stimuliert und kann die Stimmung deutlich steigern. Vor allem Sportler profitieren mehrfach davon. Zum einen werden Glückshormone durch die Bewegung freigesetzt und zum anderen werden bei einem Sieg direkt noch mehr Endorphine ausgeschüttet.

Aber auch bei Brettspielen, Glücksspiel oder bei Sportwetten können sich Sieger über einen Hormonschub freuen. Je höher der Gewinn, desto besser wird dabei in der Regel die Stimmung. Allerdings sollte man dabei, wie so oft im Leben, auf seriöse Anbieter achten, wenn es um den Gewinn größerer Geldbeträge geht. Beispielsweise hat 22bet verschiedene seriöse Angebote für Bestandskunden.

Es muss aber nicht gleich um Geld gehen, um sich durch einen Gewinn oder Sieg ein gutes Gefühl zu verschaffen. Wer beim Spieleabend mit Freunden als Sieger hervorgeht, erfährt einen ähnlichen Effekt.

Gewinnen ist uns angeboren

Das liegt im sogenannten kindlichen Ehrgeiz begründet. Dabei ist es nicht das Gewinnen an sich und die Anerkennung des Gewinnens, sondern das Geleistete. Viele Kinder stellen sogar richtig hohe Ansprüche an sich selbst und geben sich mit nichts zufrieden. Allerdings bestätigt die Ausnahme hier die Regel, denn es gibt durchaus auch Kinder, die sich mit weniger zufriedengeben.

Dennoch nehmen sie Gefühle wie Stolz und Freude nach einem Erfolg gerne hin und begrüßen sie, wohingegen ein Misserfolg und damit einhergehende Emotionen gemieden werden. Meistens geschieht das ohne einen äußeren Druck durch die Eltern schon relativ früh, im Alter von drei Jahren.

Das Kind will sich seiner Umwelt beweisen und vor seinen Eltern sowie allen anderen zeigen, wie selbstständig es ist. In den meisten Fällen gilt: Je selbstständiger die Erziehung, umso größer der Ehrgeiz. Der sollte jedoch von Eltern weder bestärkt, noch entkräftet werden.

Gewinnen oder nicht verlieren

Gewinner oder Verlierer – für viele gibt es nur diese beiden Klassen, dabei sind es jedoch in den meisten Fällen nur zwei Extreme. Natürlich gibt es häufig den einen Gewinner und den einen Verlierer. Dennoch liegt aber noch viel mehr dazwischen. Denn nicht jeder, der kein Gewinner ist, ist automatisch ein Verlierer. Viele Nicht-Gewinner können sich das jedoch schwer klarmachen. Die Folge ist Frust, obwohl sie auf dem Siegertreppchen stehen und möglicherweise nicht viel zum ersten Plätz gefehlt hätte.

Das Problem ist, dass man oft nur das große ganze Ziel vor Augen hat. Ein absoluter Sieg, ein erster Platz, mit dem, überspitzt gesagt, die Anerkennung, Reichtum und Ruhm einhergeht. Das ist das Argument in vielen Fällen: „An den zweiten Platz wird sich in ein paar Wochen niemand mehr erinnern.“ Das mag auch sein, wenn man nur auf die bloße Anerkennung aus ist.

Nicht die Anerkennung, sondern die erbrachte
Leistung sollte im Vordergrund stehen

Ein wahrer Gewinn muss jedoch nicht unbedingt der erste Platz auf dem Siegertreppchen sein. Es kann ungemein belohnend sein, wenn man sich beispielsweise als Zweitplatzierter klarmacht, was für eine Leistung man erbracht hat und/oder wie sehr man sich weiterentwickelt hat. Das ist letztlich der eigentliche Gewinn und die Anerkennung im Prinzip nur Beiwerk.

Häufiges Gewinnen ist schlecht für den Charakter

Ein Mensch, der immer nur gewinnt, geht mit Niederlagen anders um, als ein Mensch, der bereits Erfahrungen mit solchen Situationen hat. Wer oft gewinnt und sich mächtig fühlt, begegnet anderen mit einer größeren Distanz und geht weniger empathisch mit ihnen um. Das hat eine Studie amerikanischer Verhaltensforscher im Jahr 2011 ergeben.

Trotzdem ist der Mensch auch dazu fähig, zwischen der Rolle als Sieger und seiner Rolle im Alltag zu unterscheiden. Jedoch ist es sehr anstrengend und erfordert viel Selbstreflexion. Zusätzlich sind ein vertrauenswürdiger Freundeskreis und eine unterstützende Familie wichtig, um nicht abzuheben.

Wie geht man mit dem Verlieren um?

Auch für Verlierer ist ein starkes soziales Umfeld wichtig, um beispielsweise nach einer Niederlage wieder aufgefangen zu werden. Vor allem muss einem danach klarwerden, dass jeder Mensch einmal Misserfolge erlebt. Nach außen gilt es dann in erster Linie, ruhig zu bleiben, vor allem in der Öffentlichkeit. Sport und körperliche Anstrengung helfen, die entstandenen Anspannungen zu lösen.

Das hilft wiederum, weniger über den Misserfolg nachzudenken. Dabei ist es wichtig, dass man selbstkritisch reflektiert, ob man irgendetwas hätte anders machen können, um die Situation zu ändern. Wenn man allerdings alles gegeben hat und möglicherweise noch äußere Umstände eine Rolle gespielt haben, braucht man nicht lange zu trauern. Ist die Lage ernster, sollte man sich um Hilfe von außen kümmern, um mit der Niederlage abzuschließen und sich Folgendes klarzumachen: Selbst dann, wenn man nicht gewinnt, ist man wenigstens um eine wertvolle Erfahrung reicher.

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