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Mit Holz heizen – ein echter Spartipp?

Holz als Heizmittel erscheint sinnvoll angesichts der steigenden Preise für fossile Brennstoffe. Mit Scheitholz, Hackschnitzel und Holzpellets stehen drei Holzvarianten zum Heizen zur Auswahl. Der Rohstoff ist günstiger als alternative Heizmittel, dafür müssen Kunden für die Anschaffung einer Heizanlage deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Heizanlage tauschen

Besteht in der Immobilie eine Heizanlage, lohnt der Wechsel zu einer anderen nur, wenn die Anlage mehr als 70 Prozent der Nutzungsdauer genutzt wurde. Zwar gibt es für einige Heizmethoden über die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) Fördergelder, jedoch geht das größere Investitionsvolumen zulasten des Kunden.

Während die Nutzungsdauer einer Gasanlage rund 20 Jahre beträgt, müssen Holz-Heizanlagen meistens nach 15 Jahren ausgetauscht werden. In der Berechnung ist zudem der Anschaffungs- und Installationspreis zu berücksichtigen. Während Öl-Heizanlagen rund 19.000 Euro kosten, sind für alternative Anlagen bis zu 33.000 Euro einzukalkulieren.

Holz als Heizmittel

Wer über eigene Ressourcen verfügt und die Wohnräume mit dem Kamin heizt, der kommt am günstigsten weg. Wird das Holz zum Heizen aus dem eigenen Bestand verwendet, sind nur die Kosten für den Schornsteinfeger zu zahlen.

Ungeachtet der Holzvariante benötigen Haushalte, die mit Holz heizen, ausreichend trockene Lagerfläche für das Heizmittel.

Hackschnitzel gilt insgesamt als die günstigste Holz-Heizvariante bei einer Nutzungsdauer von 15 Jahren. Für Scheitholz zahlen Haushalte etwas mehr und noch teurer sind Holzpellets. Ein wesentlicher Nachteil des Heizmittels ist die manuelle Zufuhr in den Heizkessel. Während Gas und Öl über Leitungen zugeführt werden, entsteht mit einer Holzanlage mehr Arbeit. Des Weiteren benötigt die Anlage länger, um die Räume zu heizen, weil Holz nicht so schnell verbrennt wie Gas und Öl. Alternativ dazu ist der Heizölpreis zu berechnen, um zu bewerten, ob der Wechsel tatsächlich lohnt.

Für den Winter vorsorgen

Bereits im Sommer ist das Holz für die Heizanlage anzuschaffen. Das Brennholz in Lüneburg unterliegt im Einkauf zum Beispiel kaum Schwankungen. In den vergangenen Jahren ist der Preis leicht rückläufig trotz Inflation. Dennoch steigt der Holzpreis gen kalter Jahreszeit immer weiter an, weshalb Experten dazu raten, rechtzeitig vorzusorgen.

Das Brennholz in Lüneburg stammt aus der Region, ein großer Vorteil für Händler und Einkäufer. Durch die lokale Produktion des Holzes fallen geringere Transportkosten an und das Heizmittel ist schnell verfügbar. Um nicht immer wieder nachzubestellen, müssen Haushalte den Holzbedarf gut kalkulieren.

Endlicher Rohstoff und Zuschüsse

Beim Wechsel zur Holz-Heizanlage ist immer daran zu denken, dass auch Holz nur ein endlicher Rohstoff ist. Zwar wird der Baumbestand erhöht, um weiteres Holz zu produzieren, allerdings können nicht alle Bestände gefällt werden, weil damit ein wichtiger Teil des Lebensraums für Tiere entnommen wird.

Trotzdem bezuschusst der Bund teils über die Bundesländer alte und neue Holz-Heizanlagen. Bis zu 45 Prozent der Anschaffungs- und Installationskosten werden deutschlandweit gefördert. Wie hoch die Förderung ausfällt, hängt vom Typ der Heizanlage ab.

Finanziell lohnt der Umstieg vor allem für neue Anlagen, die alle Sicherheitsstandards erfüllen. Und doch gibt es Kritik an der Verwendung von Holz als Heizmittel.

CO2-Ausstoss steigt bei Holzverbrennung

Bäume binden CO2. Werden sie gefällt und zu Heizmittel verarbeitet, entweicht das CO2 durch die Hitze des Brennfeuers. Die Feinstaubentwicklung stelle ein zweites Umweltrisiko dar, wenngleich der nachwachsende Rohstoff für einige Jahrzehnte durchaus geeignet ist, sofern dieser nicht landesweit als einziges Brennmittel verwendet wird.

Bildquelle:
Bild von LUM3N auf Pixabay