Selbst der beste Mundschutz nutzt nichts, wenn er falsch getragen wird. Wer beim Kundenkontakt oder im Büro auf Nummer sicher gehen will, setzt auf Kunststoff-Trennwände. Foto: ©snowing12 - stock.adobe.com

Schutzscheiben – Sicherheit, die bleibt

Die Atempause war kurz. Sommer ade – und schon melden die Ämter praktisch jeden Tag mehr positive Test- ergebnisse. Einer der Hauptgründe: In der kalten Jahreszeit halten sich die Menschen länger in Innenräumen auf. Wenn dann der Abstand nicht stimmt und womöglich noch schlecht gelüftet ist, findet der Virus wieder seine Chance.
Ausgerechnet bei der Kommunikation entstehen viele winzig kleine Tröpfchen, die schon mal ein oder zwei tausendstel Millimeter messen. In dieser Mikrometer-Klasse arbeiten die beliebten Masken aus selbstgenähten T-Shirt-Resten oder bedruckten Baumwollstoffen nicht mehr perfekt.

Die Anti-Viren-Schilde bieten in Restaurants nicht nur Schutz, sondern auch eine gewisse Privatsphäre – sie dämpfen auch den Geräuschpegel. Foto: krd

Durch Kunststoff kommt kein Virus durch

Viele Geschäftsleute setzen daher auf zusätzlichen Schutz: Mobile Trennwände aus durchsichtigen Kunststoffen wie Polycarbonat – gern maßgeschneidert und mit Firmenlogo drauf. Denn da kommt nichts durch: Nicht umsonst werden diese Werkstoffe – natürlich in dickerer Ausführung – sogar in schlag- oder schussfesten Scheiben eingesetzt.
Diese „Anti-Viren-Schilde“ sind mittlerweile so erfolgreich, dass sich mancher sogar vorstellen kann, sie auch nach dem glücklichen Ende der Epidemie beizubehalten – wie auch das Homeoffice und höfliche Abstände in der Kassenschlange. Dafür gibt es durchaus gute Gründe: Im Restaurant fällt zum Beispiel auf, dass selbst wasserklare Trennwände eine gewisse Privatsphäre bieten – unter anderem, weil sie störende Gespräche vom Nachbartisch dämpfen.
Und Kassiererinnen, die nach Feierabend im Supermarkt ihren Kunststoff-Virenwall desinfizieren, erleben auch ohne Mikroskop, was da über den Tag so alles hängen geblieben ist.

Gino Pieper von der KRD Sicherheitstechnik GmbH

„Wer bei Kunden einen guten Eindruck machen will, sollte nicht auf die erste Generation von Corona-Schutzscheiben setzen. Diese sind in der Regel aus unbeschichteten Kunststoffen hergestellt und können durch den Einsatz von Desinfektionsmitteln und anderen Reinigern schnell ruiniert sein. Wir setzen deshalb auf Spezialbeschichtungen, die die Scheiben vor Abrieb und kleinen Kratzern schützen und sie zugleich sicher vor schädlichen Chemikalien abschirmen. So bleiben die Scheiben immer ansehnlich und halten über Jahre – und es muss seltener Ersatz her. Das rechnet sich in jedem Fall.“ Gino Pieper, Key Account Manager bei der KRD Sicherheitstechnik GmbH in Bardowick

Auf Lebensdauer achten!

Im Frühjahr dieses Jahres wurden auf die Schnelle viele Spuckschutzwände aus einfachen und unbeschichteten Kunststoffmaterialien angeschafft. Dies rächt sich nun, denn die meisten Kunststoffe reagieren mit der Zeit empfindlich auf Chemikalien und Desinfektionsmittel.

Ergebnis – die Durchsicht ist dahin, die Wände sind trüb, zerkratzt und machen einfach keinen guten Eindruck mehr! Wer lange etwas von seinem Nies- und Spuckschutz haben möchte, sollte am besten geschütztes, beschichtetes Acrylglas oder Polycarbonat verwenden. Durch die Behandlung mit einem Lack, wird dem Kunststoff praktisch eine Art „Desinfektionsmittel-Regenmantel“ übergezogen. So killt die abendliche Reinigung tatsächlich nur die Viren und nicht die Schutzwand.

Als Weltneuheit haben wir seit Kurzem einen ganz neuen Werkstoff im Angebot – Neeroglas. Dies ist ein Hybridwerkstoff aus Glas und Kunststoff. Auf den Außenseiten Glas, innen Acryl. Leicht wie Kunststoff, in der Oberfläche hart wie Glas mit ausgezeichneten Reinigungseigenschaften. Durch die extreme Steifigkeit können hohe Stellwände (bis zu 2 m) mit einem extrem schmalen, unauffälligen Fuß hergestellt werden.