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Einbruchschutz wirkt

Ein Einbruch in die eigenen vier Wände ist für viele Menschen ein großer Schock. Die Verletzung der Privatsphäre, das verlorengegangene Sicherheitsgefühl oder auch schwerwiegende psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, sind für die Betroffenen meist schlimmer als der rein materielle Schaden. Durch richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik können jedoch viele Einbrüche verhindert werden. Kostenlose Tipps und Ratschläge gibt es auch bei der nächstgelegenen polizeilichen Beratungsstelle.

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„Der mechanische Einbruchschutz hat sich in der Nachrüstung bewährt. Die mechanische Nachrüstung wird von der KfW auf die ersten umgesetzten 1000 Euro mit 20 Prozent und jeden weiteren Euro mit zehn Prozent bezuschusst. Als Dienstleistung übernehmen wir die KfW-Abwicklung für unsere Kunden gerne kostenlos. Fühlen Sie sich in Ihrem Zuhause sicher und behaglich.“ Egon Lux, Geschäftsführer von Technik Lux

Winterzeit ist Einbruchzeit: Laut Bundeskriminalamt wird in den Monaten November bis Januar fast doppelt so häufig eingebrochen wie in den Sommermonaten Juli und August. Insbesondere am späten Nachmittag, wenn viele Hausbewohner nicht zu Hause sind, bietet die frühe Dunkelheit Einbrechern Schutz und Deckung. Die gute Nachricht: Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2020 im Zuge der Corona-Pandemie auf den tiefsten Stand seit fast 40 Jahren gesunken, so der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
Auch die Vorjahre zeigen: Es wird immer seltener eingebrochen. Nach Angaben des GDV liegt der Grund dafür vor allem an verstärkten Investitionen in Sicherheitstechnik. Denn bei erschwerten Bedingungen geben laut polizeilicher Kriminalstatistik viele Täter auf. Im Jahr 2019 blieben rund 45 Prozent der Einbruchsdelikte bereits im Versuchsstadium stecken. Maßnahmen, die den Zeit- und Lärmaufwand für Täter gezielt erhöhen, können viele Einbrüche bereits im Keim ersticken, Eigenheimbesitzer haben eine Vielzahl von Möglichkeiten, ihr Eigentum vor Einbrüchen zu schützen.
Eine typische Schwachstelle sind Fenster und Fenstertüren mit herkömmlichen Rollzapfen. Über sie erfolgen in den meisten Häusern die Einbrüche. Die Installation von Pilzkopfzapfen erschwert das Aufhebeln deutlich. Zudem können massive Schließbleche, die im Mauerwerk verankert sind, das Aufhebeln von Türen verhindern. Auch ein Aufbohrschutz für die Griffe schützt Fenster und Türen zusätzlich.

Prüfen sollten Immobilienbesitzer, ob ihre Fenster ausreichend gesichert sind. Egal, ob es sich um ein Kellerfenster, ein Dachfenster oder Fenster im Erdgeschoss handelt. Denn in den vergangenen Jahren hat sich immer wieder bestätigt: Sicherungstechnik wirkt. Knapp die Hälfte aller Einbrüche lassen sich mit gesicherten Fenstern verhindern. Wer unsicher ist, was er an seinem Zuhause sicherer machen könnte: Die örtliche Polizei oder ein Fachhändler stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Der Staat fördert Maßnahmen zum Schutz vor Einbrüchen für Hauseigentümer, aber auch Mieter mit einem Zuschuss von bis zu 1600 Euro über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Gefördert werden beispielsweise einbruchhemmende Haus-, Wohnungs- und Nebeneingangstüren, einbruchhemmende Garagentore und -zugänge, Nachrüstsysteme für Haus-, Wohnungs- und Nebeneingangs­türen wie etwa Türzusatzschlösser, Querriegel­schlösser mit/ohne Sperrbügel, Kastenriegelschlösser, Nachrüstsysteme für Fenster und Fenstertüren, einbruchhemmende Gitter, Klapp-, Rollläden und Lichtschachtabdeckungen, Einbruch- und Überfallmeldeanlagen (Hinweis: Alarmanlagen mit Infraschalldetektion, sogenannte Infraschallanlagen, werden nicht gefördert), Gefahrenwarnanlagen sowie Sicherheitstechnik in Smarthome-Anwendungen mit Einbruchmeldefunktion. Wichtig: Die Arbeiten müssen von einem Fach­unternehmen durchgeführt werden und den technischen Mindestanforderungen entsprechen. Zusätzlich fördert die KfW verschiedene Nebenarbeiten.