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Fotos: t&w

#ichbingastgeber!

Zukunftsreich und vielseitig ist die Branche rund um den Tourismus. Ob Gastronomie oder Hotelbetrieb: Ein Job in dieser Branche bietet den Mitarbeitern die Möglichkeit, sich vielseitig aufzustellen. Man kann auf unterschiedliche Arten seine Qualifikationen ausbauen und ganz nebenbei auch ein Gespür für Menschen entwickeln. #Ob bei internationalen Top-Adressen in der Hotel- und Restaurantbranche zu arbeiten oder in einem kleineren Betrieb die Karriereleiter hinaufzuklettern: Es gibt viele Möglichkeiten. Kaum eine andere Branche als der Tourismus bietet die Gelegenheit, sich einen Namen als Kochkoryphäe oder Spitzenkellner zu machen. Nebenbei entwickelt man sich zum Teamplayer, eignet sich interkulturelle Kompetenzen an und hat jeden Tag mit Menschen aus der ganzen Welt zu tun. #Heute und in den kommenden Wochen stellen wir Ihnen, liebe Leser*innen, Jobprofile gastronomischer Mitarbeiter aus Lüneburger Betrieben vor.

Von Mona Behn
„Die Dame an der Rezeption hat mich immer beeindruckt“ – Elisa Vagt erinnert sich gerne an die Urlaube mit ihrer Familie, und dass sie im Alter von zehn Jahren damals schon genau wusste: „Ich werde später in der Gastronomie arbeiten, mit dem Beruf finde ich in jedem Land der Welt einen Job."
So wie das Rundum-sorglos-Paket der Rezeptionsdame sie in jedem der Familienurlaube begeistert hat, so wenig wusste sie damals, wieviel Organisation sich hinter diesem Verwöhn-Urlaubsflair verbirgt. Elisa Vagt hat ihren Traum von der Arbeit in der Gastronomie, auch der Hinweis ihrer Mutter, das sei ein harter Job mit unattraktiven Arbeitszeiten, hat sie nicht davon abgehalten während der Schulzeit diverse Praktika und Ferienjobs in Hotels im Service, an der Rezeption sowie im Housekeeping zu absolvieren.
Nach dem Abitur wurde ihr Traum dann auch in letzter Konsequenz wahr: Sie bekam einen Ausbildungsplatz zur Hotelfachfrau im Novotel in Hannover. Aufgrund guter Noten verkürzte sich die Ausbildungszeit auf 2,5 Jahre.

„Ich wollte in die Welt hinaus, fremde Kulturen und andere Sprachen kennenlernen“, erinnert sich Elisa Vagt. So bewarb sie sich in Hotels in Irland und Österreich und fand dort super tolle Teams, mit denen die Arbeit Spaß machte. Dann kam die Coronakrise – Elisa Vagt besuchte gerade ihre Eltern in der Lüneburger Heide – eine Rückkehr nach Irland war nun nicht mehr möglich.
„Für mich stand fest, ich möchte in Norddeutschland bleiben“, erinnert sich die 22-Jährige. Sie meldet sich in der Abendschule in Lüneburg für das Betriebswirtschaftssudium an und bewirbt sich im Hotel „einzigartig“. Inhaber Jörg Laser hat sich sofort für Elisa Vagt entschieden: „Sie brennt für die Arbeit in der Gastronomie, das habe ich gleich bemerkt“, sagt er. Seit Juni 2020 ist sie mit ihrem Team für das Frühstück im einzigartig verantwortlich. Der abwechslungsreiche und kulinarisch besondere Start in den Tag ist ein wesentlicher Wohlfühlfaktor für die Gäste und bestimmt nicht selten, wie der Tag weiter verläuft. Elisa Vagts Traum aus Kinderzeiten hat sich erfüllt.

So, liebe Leser*innen, nun lesen Sie selbst, was Elisa Vagt über ihren Beruf und das damit verbundene Umfeld sagt:

Warum haben Sie sich für den Beruf Hotelfachfrau entschieden?
Ich möchte Menschen einen tollen Urlaub ermöglichen, an den sie sich gerne erinnern.
Was macht die Arbeit in der Hotellerie/Gastronomie für Sie so besonders?
Der Tag hat zwar eine Struktur, aber jeder Tag ist anders. Ich muss mich daher täglich neu organisieren und auch auf andere Gäste einstellen.

Welche Fähigkeiten/Voraussetzungen sind in Ihrem Beruf wichtig?
Es ist eine Kombination aus gut organisiert und spontan sein, um flexibel arbeiten zu können. Menschenkenntnis sollte man mitbringen und eine Affinität für Menschen.

Hat Sie etwas an Ihrem Beruf besonders überrascht?
Ich bin ohne klare Erwartungen und wollte von der ersten Stunde an alles auf mich zukommen lassen – und das mache ich bis heute Tag für Tag so.

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Gefällt Ihnen etwas nicht an Ihrem Beruf?
Ich habe oftmals erlebt, dass meine Arbeitszeiten nicht planbar waren. Hier im ,,einzigartig“ ist das anders, ich weiß genau, wann und wie lange ich arbeite.

Was ist das Schönste?
Die Arbeit mit den Gästen und Kollegen – wir haben im ,,einzigartig“ ein tolles Team, das von einem tollen Chef begleitet wird, besser geht es nicht.

Wie gehen Sie mit schwierigen Situationen um?
Tief durchatmen, keine Hektik und Panik aufkommen lassen.

Wie wichtig ist Teamarbeit für Sie?
Nirgendwo sonst herrscht ein solcher Teamgeist – on und off the job. Ohne Teamarbeit geht in der Gastronomie gar nichts.

Ist Ihr Beruf Ihre Berufung?
Ich habe Freude und Spaß an meiner Arbeit. Sie erfüllt mich, gibt meinem Leben einen Sinn – ja, das ist er.

Hat Corona Ihren Berufsalltag verändert?
Die speziellen Hygiene-Konzepte gab es vor Corona nicht. Manchmal sind Gäste verärgert, weil Tische frei bleiben müssen und sie nicht den Platz bekommen können, den sie sich gewünscht haben.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Dass das Dreiergestirn ,,Gäste – Vorgesetzter – ich“ auch weiterhin passig ist. Neue Herausforderungen wären schön – gerade habe ich im ,,einzigartig“ auch Personalverantwortung bekommen – und dass die Gäste unsere Arbeit wertschätzen.

Wenn Sie sich einmal verwöhnen lassen möchten, wohin gehen Sie?
In die Natur, dort finde ich Ruhe und Entschleunigung. Außerdem habe ich mit dem Boxen begonnen, da wird der Kopf frei.