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Fotos: t&w

#ichbingastgeber!

Zukunftsreich und vielseitig ist die Branche rund um den Tourismus. Ob Gastronomie oder Hotelbetrieb: Ein Job in dieser Branche bietet den Mitarbeitern die Möglichkeit, sich vielseitig aufzustellen. Man kann auf unterschiedliche Arten seine Qualifikationen ausbauen und ganz nebenbei auch ein Gespür für Menschen entwickeln. #Ob bei internationalen Top-Adressen in der Hotel- und Restaurantbranche zu arbeiten oder in einem kleineren Betrieb die Karriereleiter hinaufzuklettern: Es gibt viele Möglichkeiten. Kaum eine andere Branche als der Tourismus bietet die Gelegenheit, sich einen Namen als Kochkoryphäe oder Spitzenkellner zu machen. Nebenbei entwickelt man sich zum Teamplayer, eignet sich interkulturelle Kompetenzen an und hat jeden Tag mit Menschen aus der ganzen Welt zu tun. #Heute und in den kommenden Wochen stellen wir Ihnen, liebe Leser*innen, Jobprofile gastronomischer Mitarbeiter aus Lüneburger Betrieben vor.

Von Mona Behn
Simon Brose hat in der Gastronomie schon viel gesehen, jetzt ist der 31-jährige Familienvater endlich "angekommen“, fühlt sich in der Winebar & Eatery bei Sasan Khojandi bestens aufgehoben. „Ich arbeite mit coolen Kollegen, auf die ich mich jederzeit verlassen kann“, sagt Simon Brose, und fügt hinzu: ,,Das war nicht immer so.“
Über einen Nebenjob während seiner Zeit auf dem Fachgymnasium für den Bereich Ökotrophologie ist er 2009 zuerst als Spüler und dann als Aushilfe im Service in Anna’s Café gelandet. Danach wechselte er in die Krone und merkte schnell, "Schule ist nichts mehr für mich“. Er brach das Fachgymnasium ab, machte eine Ausbildung als Restaurantfachmann, ging nach erfolgreichem Abschluss nach 2,5 Jahren ins Röhms Deli und entschloss sich nun, sein Fachabi in Hauswirtschaft und Ernährung nachzumachen. Der Abschluss nach zwei Jahren beflügelte Simon Brose, den Studiengang Volkswirtschaft an der Leuphana zu belegen, nebenbei jobbte er weiterhin in verschiedenen Lokalen – doch die Gastronomie ließ ihn nicht los, er beendete das Studium 2020 und wurde drei Wochen vor dem Corona-Lockdown Betriebsleiter in Vollzeit in der Winebar & Eatery.

Wenn Simon Brose über seinen Werdegang erzählt, wird schnell klar, da steckt Leidenschaft und Herzblut drin: ,,Wir nennen es immer das Gastro-Gen,“ sagt er lachend.
Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden? 
Ich habe ja anfangs nur einen Job neben der Schule gesucht, das haben gerade die flexiblen Arbeitszeiten super gepasst.

Was macht die Arbeit in der Gastronomie für Sie so besonders?
Nur über den persönlichen Kontakt mit den Gästen kann ich auf ihre Bedürfnisse eingehen und diesen dann schießlich gerecht werden und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Welche Fähigkeiten/Voraussetzungen sollte man für diesen Beruf mitbringen?
Lust am Umgang mit Menschen und Interesse am Produkt – alles andere kann man lernen.
Hat Sie etwas an Ihrem Beruf besonders überrascht – hatten Sie von etwas eine andere Vorstellung?
Nichts, was mir jetzt spontan einfällt, man wächst immer ein wenig mehr in den Job hinein, außer: die Kalkulation der Preise habe ich mir früher ,,blumiger“ vorgestellt, heute weiß ich, das Produkt bestimmt den Preis und das ist harte Kalkulation.

Gefällt Ihnen etwas nicht an Ihrem Beruf?
Uneinsichtige Gäste, die nicht verstehen, dass wir die Corona-Regeln umsetzen müssen.

Was ist das Schönste?
Wenn nach dem Ablauf einer Schicht die Anspannung abfällt und man sieht, dass alle – Kollegen wie Gäste – auch Freude und Spaß hatten.

Wie gehen Sie mit schwierigen Situationen um?
Ruhig bleiben und erstmal spontan nichts sagen, die Situation dann von der Metaebene her betrachten. Wenn es im Team kriselt muss man unbedingt darüber reden, damit Fronten sich nicht verhärten.

Wie wichtig ist Teamarbeit für Sie?
Das Team ist das Wichtigste – Küche und Service sitzen alle in einem Boot. Ich habe in Betrieben gearbeitet, da war das nicht selbstverständlich.

Ist Ihr Beruf Ihre ,,Berufung“ / Erfüllung, Spaß, Sinn?
Ich möchte Spaß an der Arbeit haben und davon auch leben können.

Wie hat Corona Ihren Berufsalltag verändert – was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Es gibt mehr Konflikte, die vor Corona nicht da waren. Gastronome sind immer höflich und zuvorkommend zu den Gästen, manchmal wird das von den Gästen nicht gewertschätzt. Ich wünsche mir wieder mehr Beständigkeit und Normalität.

Wenn Sie sich einmal verwöhnen lassen möchten, wohin gehen Sie dann?
Kleine Reisen, wie jetzt mit meiner Frau und meiner sechs Monate alten Tochter nach Nienhagen. Ganz wichtig: Auch mal das Handy ausschalten.