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Fotos: t&w

#ichbingastgeber!

Zukunftsreich und vielseitig ist die Branche rund um den Tourismus. Ob Gastronomie oder Hotelbetrieb: Ein Job in dieser Branche bietet den Mitarbeitern die Möglichkeit, sich vielseitig aufzustellen. Man kann auf unterschiedliche Arten seine Qualifikationen ausbauen und ganz nebenbei auch ein Gespür für Menschen entwickeln. #Ob bei internationalen Top-Adressen in der Hotel- und Restaurantbranche zu arbeiten oder in einem kleineren Betrieb die Karriereleiter hinaufzuklettern: Es gibt viele Möglichkeiten. Kaum eine andere Branche als der Tourismus bietet die Gelegenheit, sich einen Namen als Kochkoryphäe oder Spitzenkellner zu machen. Nebenbei entwickelt man sich zum Teamplayer, eignet sich interkulturelle Kompetenzen an und hat jeden Tag mit Menschen aus der ganzen Welt zu tun. #Heute und in den kommenden Wochen stellen wir Ihnen, liebe Leser*innen, Jobprofile gastronomischer Mitarbeiter aus Lüneburger Betrieben vor.

Von Mona Behn
Für viele von uns bedeutet Kaffee Lebens- und Genusskultur – ob zum Frühstück, einfach mal zwischendurch, in der Mittagspause oder zur Kaffeezeit, wir genießen dieses Luxusgut zu jeder Zeit, in jeder Lebenslage.
Im Lüneburger Café Zeitgeist wird die Wertschätzung dieses Produktes seit nunmehr sieben Jahren gelebt, der Gast schmeckt das bei jeder Kaffeespezialität, die er kredenzt bekommt: ,,Unsere ausgebildeten Baristi holen das Beste aus dem Kaffee. Weil Kaffee hat so viele Varianten“, sagt Claudia Klamp vom Café Zeitgeist.
Mit Mario Bianchi hat sie einen Barista, der mit Leidenschaft die Symphonie von Kaffee und Milch versteht – ob Blume oder Muster, Mario Bianchi zeigt den Gästen, was möglich ist: ,,Die Kunst dabei ist, dass die Milch nicht zu heiß sein darf, um aus Milch und Schaum eine homogene Masse zu kreieren“, weiß der in Spanien geborene 46-Jährige. Als er 1992 mit 17 Jahren nach Lüneburg kam, hat er neben der Schule in der ,,Garage“ am Cocktailtresen gejobbt, die Affinität für die Gastronomie haben ihm seine Eltern vorgelebt.
Mario Bianchi absolvierte eine kombinierte Ausbildung als Industriekaufmann und Betriebswirt – nebenbei jobbte er im September, der Bodega, im News oder auch im El Toro -, hatte somit die betriebswirtschaftliche Grundlage für eine Selbstständigkeit.Die erfüllte er sich 2006, da nämlich eröffnete er das ,,Marios“ unter dem Scala-Kino. Nach zwei Jahren gab er die Kneipe aus persönlichen Gründen auf, aber sein Herz hängt an der Gastronomie – nachdem er 25 Jahre ,,im Dunkeln“ gearbeitet hat, wechselt er 2017 ins Tagesgeschäft und zaubert seit 2019 als Barista im Café Zeitgeist den Gästen mit seinen Kreationen ein Lächeln ins Gesicht.

So, liebe Leser*innen, nun lesen Sie selbst, was Mario Bianchi über seine Arbeit in der Gastronomie sagt:

Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?
Anfangs war es eine gute Möglichkeit mein Taschengeld aufzubessern, aber der Funke ist sofort übergesprungen.

Was macht die Arbeit in der Gastronomie für Sie so Besonders?
Ich bin gerne „Gastgeber“ und ebenso Dienstleister. Die Arbeit mit immer neuen Gästen und auch Teams ist super spannend.

Welche Fähigkeiten/Voraussetzungen sollte man für diesen Beruf mitbringen?
Engagement, Leidenschaft, Flexibilität, Teamgeist und ein fröhliches Gemüt.

Hat Sie etwas besonders überrascht?
Den emotionalen Stellenwert der Gastronomie bei Stammgästen, teilweise kann man von einem zweiten Zuhause sprechen.

Hatten Sie von etwas eine andere Vorstellung?
Die Solidaritätswelle der Gäste in Corona-Zeiten hat mich sehr berührt. Die Gäste wertschätzen den guten Service der Lüneburger Gastronomie, die in ihrer Struktur einzigartig ist.

Gefällt Ihnen etwas nicht an Ihrem Beruf?
Die Abend- und Nachtarbeitszeiten waren nicht mehr so passend, jetzt habe ich eine Struktur, kann freie Tage und Feiertage planen.

Was ist das Schönste?
Glückliche Gäste und das Gefühl nach einem anstrengenden Tag, dass alles gut funktioniert hat.

Wie gehen Sie mit schwierigen Situationen um?
Tief durchatmen, ruhig bleiben und nichts persönlich nehmen.

Wie wichtig ist Teamarbeit?
Sie ist das A und O. Die Chefs, Claudia und Oliver Klamp, sind auch jeden Tag im Café, es springt hier jeder für jeden ein. Als ich im Café Zeitgeist begonnen habe zu arbeiten, habe ich viel von den beiden gelernt. Ich möchte die Atmosphäre und Zusammenarbeit mit den Kollegen – Tresen/Küche – nicht mehr missen. Das Team trifft sich auch schon mal privat, ich habe einen Schrebergarten, da wird dann das eine oder andere Mal gegrillt.

Ist Ihr Beruf Ihre ,,Berufung“ / Erfüllung?
Ja. Ich freue mich, jeden Tag zur Arbeit zu gehen und liebe diesen Job.

Wie hat Corona Ihren Berufsalltag verändert?
Offensichtlich sehr. An die Masken hat man sich mittlerweile gewöhnt. Aber wir müssen mehr Zeit für Kontrollen der Hygienemaßnahmen aufwenden, lieber wäre mir diese Zeit mit unseren Gästen zu verbringen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Die Hygieneregeln haben viel verändert, den Gästen die Hand zu geben oder auch sie zu umarmen ist nicht mehr möglich. Ich empfinde die Gäste geduldiger. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Lüneburger Gastronomie so vielfältig bleibt

Wenn Sie sich einmal verwöhnen lassen möchten, wohin gehen Sie dann?
Mein Schrebergarten ist mein kleines Paradies, in dem ich Kraft tanke, außerdem spiele ich gerne Billard. Ich gehe auch gerne essen und lasse mich dann von den Kollegen im Frappé, Mälzer oder September auch mal verwöhnen.