Defensives Fahrverhalten

Autofahren bei Schnee und Glatteis – darauf kommt’s an

Zum Beginn der neuen Woche muss in Berlin und Brandenburg mit Glatteis gerechnet werden. (Symbolfoto)

Ein Auto fährt bei Glatteis. . (Symbolfoto)

Im Winter müssen sich Autofahrer auf besondere Verkehrssituationen einstellen. Die Witterungsbedingungen erfordern erhöhte Aufmerksamkeit und führen regelmäßig zu gefährlichen Situationen auf der Straße. Glatteis stellt dabei eine besonders tückische Unfallgefahr dar. Das sollten Autofahrer wissen:

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Wie entsteht Glatteis?

Wenn Wasser oder Schnee auf Straßen gefriert, entsteht Glatteis. Ob Schnee-, Reif-, Eisglätte oder Raueis – Winterglätte sorgt im Straßenverkehr für ein erhöhtes Unfallrisiko. Übrigens: Auch durch festgefahrenen Schnee, Reif und Schneematsch kann Straßenglätte entstehen.

Ein häufiges Problem im Winter ist Eisglätte, die bei überfrierender Nässe entsteht. Pfützen, die über Nacht gefrieren, oder Schnee, der durch die Sonne schmilzt und über Nacht wieder gefriert, kann am Morgen für böse Überraschungen auf den Straßen sorgen.

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Vor allem auf Brücken ist die Gefahr groß. Warum ist das so? Sinkt die Temperatur unter den Taupunkt der Straße, entsteht die sogenannte Reifglätte: Luftfeuchtigkeit und Nebel frieren an. Generell wird Reifglätte begünstigt, wenn der Wind eine große Angriffsfläche auf die Straße hat. Brücken sind deshalb besonders anfällig.

Gefährlich ist auch der sogenannte Eisregen, auch bekannt als Blitzeis. Hierbei gefriert frischer Niederschlag beim Auftreffen auf der Straße, was in Sekundenschnelle zu spiegelglatten Streckenabschnitten führen kann. Da Eisregen schwer vorherzusagen ist, ist die Gefahr für Autofahrer besonders hoch.

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Wie verhalte ich mich bei Glatteis?

Winterreifen sind Grundvoraussetzung für die Sicherheit beim Autofahren im Winter. Doch bei Glatteis sollte man sich nicht allein auf die Winterreifen verlassen, denn diese geraten an ihre Grenzen. In diesem Fall ist fahrerisches Können das Einzige, was das Fahrzeug vor dem Ausbrechen bewahren kann. Den Witterungsverhältnissen angepasstes sowie vorausschauendes Fahren sind daher unerlässlich.

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Bei Glatteis und Schnee richtig anfahren

Eine sichere Fahrweise im Winter beginnt bereits beim Anfahren. Verschneite und glatte Straßen sind für die meisten Autofahrer ungewohnt. Wer zu viel Gas gibt, riskiert, dass die Räder durchdrehen – kontrolliertes Lenken ist dann unmöglich. Um das zu vermeiden, sollte man beim Anfahren die Kupplung etwas schleifen lassen. Drehen die Reifen auch schon bei wenig Gas durch, kann man probieren, im zweiten Gang anzufahren. Beim Fahren gilt: frühes Hochschalten und Motor in niedriger Drehzahl halten.

Bei Autos mit Automatikgetriebe sollte kein Kick-down, also das kräftige Durchtreten des Gaspedals, durchgeführt werden.

Bremsen und Abstand bei Glatteis und Schnee

Was viele Autofahrer vergessen: Auf glatten Straßen verlängert sich der Bremsweg erheblich – er kann sogar bis zu dreimal so lang sein. Bei widrigen Straßenverhältnissen sollten Fahrer das Auto auf eine angemessene Geschwindigkeit bringen und mehr Abstand als sonst zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten. Das minimiert das Risiko einer Vollbremsung. Als Richtwert gelten circa sechs Autolängen zum vorderen Fahrzeug.

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Für den Fall der Fälle sollte man jedoch wissen, wie es richtig geht: den Fuß vom Gaspedal nehmen, auskuppeln und bremsen. Bei Glätte ist es wichtig, die sogenannte Stotterbremse auszuführen. Dazu einfach mehrmals wiederholt bremsen, statt den Fuß starr auf die Bremse zu drücken.

Für Autos mit Automatikgetriebe gilt: Vorsichtig auf die Bremse treten und das Lenkrad gut im Griff halten. Sollte man bereits ins Schleudern gekommen sein, auf Neutral stellen und vorsichtig gegenlenken.

Bremsen mit ABS

Das Antiblockiersystem (ABS) wird seit vielen Jahren in allen Neuwagen eingebaut. ABS nimmt dem Fahrer die „Stotterbremse“ ab und führt diese bei einer Vollbremsung automatisch aus. Dadurch bleibt die volle Lenkfähigkeit erhalten. Doch auch mit ABS sollte gleichzeitig ausgekoppelt werden, um zusätzlichen Schub zu vermeiden.

Abrupte Lenkbewegungen vermeiden

Glatteis vermindert die Bodenhaftung des Fahrzeugs. Dadurch verliert der Fahrer schnell die Kontrolle über den Wagen – und damit auch das Gefühl für die aktuelle Reifenstellung.

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Greift das Reifenprofil dann unverhofft wieder, kommt es zu fatalen Lenkfehlern. Beim Bremsen daher das Lenkrad gut festhalten und nur leicht gegenlenken.

Für Glatteis wappnen: Fahrsicherheitstraining

Um auf Glatteis im Straßenverkehr optimal vorbereitet zu sein, empfiehlt sich zudem ein spezielles Fahrsicherheitstraining für winterliche Straßenbedingungen. Bei solchen Trainings, wie der ADAC sie etwa anbietet, gehört längst nicht nur Bremsen bei Glatteis zum Programm. Auch richtiges Orientieren, etwa wenn das Auto ins Schleudern gerät, oder die richtige Sitz- und Lenkradhaltung werden geübt.

RND/tr

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