Donnerstag , 24. September 2020

Verlängerung von Kontaktauflagen bis 3. Mai möglich – mit Ausnahmen

In der Debatte um einen Corona-Exit zeichnet sich nach RND-Informationen eine Verlängerung der meisten Ausgangsauflagen bis zum 3. Mai ab. Schon vorher könnte es allerdings Lockerungen geben – für kleine Geschäfte. Bei den Schulen könnte es zunächst für die Abschlussklassen weitergehen.

Berlin. Die Einschränkungen wegen des Coronavirus könnten nach RND-Informationen in Deutschland noch bis mindestens 3. Mai fortbestehen. Erste Lockerungen könnte es allerdings im Einzelhandel und für Schulen geben.

Grundlage für die Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch sei der von der Bundesregierung verfolgte Grundsatz „play it safe“, erfuhr das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) aus den vorbereitenden Sitzungen für die Beratungen von Bund und Ländern am Mittwochnachmittag.

“Keine weitreichenden Lockerungen”

Es solle „keine weitreichenden Lockerungen“ geben. Anpassungen seien allerdings möglich. Diskutiert werde darüber, ab kommender Woche kleinere Geschäfte, etwa mit einer Ladenfläche bis 400 Quadratmeter, unter Schutzauflagen wie der Beschränkung der Kundenzahl im Laden wieder öffnen zu lassen. Abgewogen werde derzeit noch, ob dies zu erhöhten Menschenaufkommen in den Innenstädten führe.

Bei den Schulöffnungen könnte es zunächst auf eine Zulassung der Abschlussklassen hinauslaufen, hieß es weiter.

Bund und Länder beraten per Videokonferenz

Bund und Länder wollten außerdem einen Ausblick auf weitere mögliche Lockerungen ab Mai geben, hieß es in den Kreisen. Der Bund plädiert nach Informationen der dpa für eine Fortsetzung der Maßnahmen zunächst bis zum 3. Mai.

Voraussetzung für diesen weiteren Abbau von Beschränkungen werde die Entwicklung bestimmter Corona-Kennzahlen sein, erfuhr das RND. Bislang setzt die Bundesregierung dabei unter anderem auf die Zahl der Neuinfektionen und die sogenannte Reproduktionsrate, also die Zahl der Personen, die von einem Corona-Infizierten angesteckt werden.

Kanzleramt und die Staatskanzleichefs der Länder hatten am Dienstag in einer Schaltkonferenz beraten. Am Mittwochvormittag trat zunächst das Corona-Kabinett der Bundesregierung zusammen. Die Videokonferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten ist für 14 Uhr angesetzt.

Insbesondere beim Thema Schulöffnungen hatte es zuletzt große Differenzen zwischen den Ländern gegeben.

Arbeitsauftrag an die Kultusminister

Im Gespräch ist nach dpa-Informationen ein Arbeitsauftrag an die Kultusministerkonferenz, einen Rahmen für die schrittweise Öffnung von Schulen und Hochschulen zu entwickeln. Hier solle der Sicherheitsgedanke im Vordergrund stehen. rnd