Arno H. (92) lebt in einem Pflegeheim in Rostock. Quelle: Gerald Kleine Wördemann

Rostocker Senior arbeitete 50 Jahre – und kann sich Heimplatz kaum leisten

Ein 92-Jähriger aus Rostock lebt in einem Seniorenheim. Die Kosten dafür kann er kaum noch aufbringen, dabei bekommt er 2300 Euro Rente. Innerhalb kurzer Zeit wurden die Beitrage mehrmals erhöht.

Rostock. Eigentlich sollte man meinen, dass eine 50-jährige Einzahlung in die Rentenkasse reichen müsste, um später ein sorgenfreies Leben führen zu können. Doch bei Senior Arno H. aus Rostock ist das nicht mehr der Fall, wie die “Ostsee-Zeitung” berichtet.

Eigentlich bekommt der 92-Jährige 2300 Euro Rente, doch nach zwei Erhöhungen gehen ab September mehr als 2200 Euro für seinen Heimplatz in Rostock drauf. Noch im Oktober letzten Jahres zahlte er 400 Euro weniger monatlich. Der Senior ist verzweifelt: Noch eine Steigerung kann sich Arno H. nicht leisten.

Beitrag der Pflegekasse erhöht sich nicht

Er habe gearbeitet, “bis die Beine nicht mehr mitmachten”, erzählte Arno H. der “Ostsee-Zeitung”. Fast 50 Jahre lang als Schweißer, bis er nach der Wende seinen Job verlor. Danach arbeitete er als Zeitungszusteller für die “OZ”. Doch die Rente, die Arno H. bekommt, reicht gerade so aus.

Die Leitung des Seniorenheims in Rostock erklärt die Kostenerhöhung mit der sogenannten neuen generalistischen Pflegeausbildung. So fangen zwei neue Auszubildende im September an. Bewohner wie Arno H. sollen die Kosten mittragen – der Beitrag der Pflegekasse erhöht sich allerdings nicht.

RND/am