Donnerstag , 24. September 2020
Die Polizei legte im Zuge der Grabungen auch einen alten Keller frei. Quelle: imago images/Future Image

Fall Maddie: Ermittler suchten in Hannover nach vergrabenen Speichermedien

Seelze. Im Fall der 2007 in Portugal verschwundenen Maddie McCann haben Ermittler bei Grabungen in einer Kleingartenparzelle im Raum Hannover Speichermedien gesucht. Das sagte der in dem Fall zuständige Staatsanwalt Christian Wolters der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung” (HAZ).

Da der in dem Fall tatverdächtige Christian B. auf einem Gelände in Sachsen-Anhalt bereits Datenträger mit Missbrauchsbildern von Kindern vergraben hatte, seien die Durchsuchungen in Seelze-Letter vorsorglich angeordnet worden – an Orten, an denen Beweismittel hätten vorhanden sein können. Es habe keinen “aktuellen, konkreten Hinweis” gegeben, so Wolters zur “HAZ”.

Ob etwas gefunden wurde, verrät die Staatsanwaltschaft bisher nicht

Bei den Grabungen am 28. und 29. Juli fanden die Ermittler, die teilweise mit schwerem Gerät im Einsatz waren, auch einen alten Keller, den sie freilegten. Über mögliche gefundene Beweismittel bei der Suchaktion machte Wolters gegenüber der “HAZ” keine Angaben. “Ob dort etwas und gegebenenfalls was dort gefunden wurde, möchte ich derzeit mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht mitteilen”, so Wolters.

Christian B. gilt als tatverdächtig, die damals dreijährige Maddie 2007 aus einer Ferienanlage in Portugal entführt zu haben. Nach dem Verschwinden des Kindes hielt er sich mehrerer Monate in dem Kleingarten in Seelze-Letter auf, später wohnte er auch in Hannover-Limmer.

RND/msk