Samstag , 24. Oktober 2020
Ein Hund aus Schottland hat eine Mund-Nasen-Maske gefressen und wäre fast an den Folgen gestorben (Archivbild).

Hund frisst weggeworfenen Mundschutz: Tierärzte kämpfen um sein Leben

Mund-Nasen-Schutzmasken sollen eigentlich schützen – zumindest Menschen vor der Verbreitung des Coronavirus. Doch den Cockerspaniel Kobe hat eine solche Maske fast das Leben gekostet. Beim Gassigehen fraß der Hund eine Maske, die zuvor auf den Gehweg geworfen wurde.

Wie das Nachrichtenportal “Tyla” berichtet, war Hundebesitzerin Laura Chan gerade mit ihren beiden Hunden Kobe und Jasper spazieren, als sich der Vorfall ereignete. Zwar bemerkte die 54-Jährige, dass der zweijährige Cockerspaniel die auf dem Gehweg herumliegende Maske im Maul hatte. Doch sie kam zu spät, um dem Tier den Mund-Nasen-Schutz aus dem Maul zu ziehen.

Sofort machte sie sich mit Kobe auf dem Weg zum Tierarzt: “Ich hatte Sorge, dass sich ein Draht in der Maske befinden könnte und seine Innereien verletzen würde.” Außerdem habe sie Angst gehabt, “dass die Gummibänder sich um seine Organe wickeln und dass sie ihn aufschneiden müssen, um die Maske zu entfernen.”

Glück im Unglück: Tierärzte können Kobe retten

Ein Röntgenbild beim Tierarzt zeigte das Ausmaß des zuvor von Kobe gefressenen “Snacks”: Die Maske befand sich vollständig im Magen des Tieres. Glücklicherweise konnten die Ärzte aber auch erkennen, dass der Atemschutz auf dem Weg in Kobes Körper nicht kaputt gegangen war. Dennoch hätte der Vorfall für Kobe dramatisch enden können. Schließlich konnte der junge Hund gerettet werden. Den Tierärzten gelang es, die Maske in einem Stück aus dem Magen des Hundes zu befreien.

Laura Chan hat aus dem Vorfall ihre Konsequenzen gezogen und sammelt beim Spaziergang mit ihren Hunden achtlos weggeworfene Mund-Nasen-Masken auf. “Ich möchte, das alle sicherstellen, dass sie ihre Masken sicher entsorgen. Schmeißt sie nicht einfach auf den Boden!”, mit diesem Appell richtet sie sich nun an die Menschen. Die Sorge um ihre Tiere bleibt dennoch: Ihre Hunde dürfen dem Vorfall nicht mehr von der Leine und tragen nun draußen einen Maulkorb.

RND/liz