Mittwoch , 28. Oktober 2020
Ein Schweizer Arzt musste aufgrund der Kündigung seiner kompletten Belegschaft seine Praxis schließen (Symbolbild). Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

Schweizer Arzt kritisiert Anti-Corona-Maßnahmen: Seine ganze Belegschaft kündigt

Er spricht auf Anti-Corona-Demos und ist überzeugter Gegner der Maskenpflicht. Diese Haltung hat einen Arzt aus der Schweiz nun zur Schließung seiner Praxis gezwungen. Denn alle seine Angestellten, zwei Ärztinnen und drei medizinische Praxisassistentinnen, kündigten ihm aufgrund seiner Einstellung. Dies berichtet das Schweizer Nachrichtenportal “nau.ch”.

Die Kündigungen seiner Mitarbeiterinnen bestätigte der Mediziner gegenüber dem Portal. “Die Mitarbeiterinnen vertreten eine andere Meinung, weshalb sie nicht mehr mit mir arbeiten wollen”, wird er zitiert. Der Arzt ist mit der Corona-Politik der Schweizer Politik und den damit verbundenen Auflagen wie der Maskenpflicht nicht einverstanden. “Für mich ist erwiesen, dass die Maske nicht schützt, außerhalb des Spitals sogar schädlich sein kann. Ich habe bisher keine Studie gesehen, die mich vom Gegenteil überzeugt”, erklärte er.

Arzt sieht sich selbst nicht als Corona-Skeptiker

Als Corona-Skeptiker sieht er sich nach eigenen Angaben jedoch trotzdem nicht. “Ich bin normaler Schulmediziner, ich impfe und ich sehe mich dem Wohl meiner Patienten verpflichtet. Darum bin ich Skeptiker der unverhältnismäßigen Maßnahmen, die ihnen schaden”, so der Arzt. Zusammen mit anderen Medizinern soll er bereits drei Briefe an den Schweizer Bundesrat Ignazio Cassis geschrieben haben, um seinen Unmut über die Maßnahmen kundzutun.

Bald will er seine Praxis wieder eröffnen

Trotz der Flucht seiner Belegschaft wolle er jedoch seine Praxis bald wieder eröffnen. Er habe die Unterstützung seiner Patienten und bereits eine neue Mitarbeiterin gefunden. Diese müsse nur “meine Haltung akzeptieren”, so der Arzt.

RND/jj