Mittwoch , 28. Oktober 2020
Der 33-Jährige Angeklagte sitzt in dem provisorisch in einem Festzelt eingerichteten Gerichtssaal. Ihm wird vorgeworfen, im Oktober 2019 in Limburg einen Lastwagen gekapert und dann mit diesem absichtlich auf Autos aufgefahren sein, die vor einer Ampelkreuzung standen. Quelle: Thomas Frey/dpa/Pool/dpa

Angeklagter zur Lkw-Attacke in Limburg: Ursache war Drogenkonsum

Limburg. Im Prozess um den mutmaßlich absichtlich verursachten Lastwagen-Unfall in Limburg hat sich der Angeklagte erstmals zu den Vorwürfen geäußert und von seinem Drogenkonsum berichtet. “Wären die Drogen nicht im Spiel gewesen, wäre das nicht passiert”, sagte der 33-Jährige am Freitag vor dem Limburger Landgericht.

Dort wird ihm versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Er habe kurz vor der Tat einen Joint geraucht, das Marihuana sei “ungewöhnlich stark” gewesen. An die angeklagte Tat selbst habe er nur wenige Erinnerungen.

18 Menschen verletzt

Der Flüchtling aus Syrien soll am 7. Oktober 2019 zunächst einen Lkw-Fahrer aus dessen Gefährt gezogen und sich dann selbst hinters Steuer gesetzt haben. Kurz darauf soll er an einer Ampelkreuzung mit rund Tempo 40 absichtlich gegen vor ihm wartende Wagen gefahren sein. Zehn Fahrzeuge wurden aufeinandergeschoben, 18 Menschen erlitten Verletzungen. Der Mann wurde noch am Tatort festgenommen, er ist in Untersuchungshaft.

RND/dpa