Eine Einkaufsstraße in Düsseldorf (Symbolbild). Quelle: imago images/Ralph Peters

Trotz Corona-Infektion: Vater geht mit Familie shoppen und zu McDonald’s

Rendsburg. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Familienvater aus Rendsburg (Schleswig-Holstein). Obwohl er mit dem Coronavirus infiziert war, soll der Mann zusammen mit seiner Familie einen Einkaufsbummel in der Rendsburger Innenstadt gemacht haben. Nach dem Einkaufen soll er außerdem noch eine McDonald’s-Filiale besucht haben. Das berichten die “Kieler Nachrichten”.

Die Kreisverwaltung Rendsburg-Eckernförde spricht von einem “massiven Quarantäneverstoß” und hat den Fall der Staatsanwaltschaft Kiel übergeben. Ereignet hatte sich der Fall in dieser Woche.

“Der Mann war bereits positiv auf das Coronavirus getestet worden und war schon per Bescheid abgesondert”, wird eine Sprecherin der Kreisverwaltung zitiert. Das bedeutet, dass er nach Anordnung des Gesundheitsamtes zu Hause in Quarantäne bleiben musste. Obwohl der Mann das wusste, fuhr er mit seiner Ehefrau und seinen drei Kindern sowie einem weiteren Kind zum Einkaufen.

Polizei und Gesundheitsamt kommen in Schutzkleidung vorbei

Als die Eltern des Gastkindes davon erfuhren, meldeten sich diese beim Gesundheitsamt. So kamen die Behörden dem Quarantänesünder auf die Schliche. Es folgte ein Besuch von zwei Mitarbeitern des Gesundheitsamtes sowie zwei Polizisten bei dem Mann zu Hause – in Schutzkleidung. Gegen den Mann wurde ein Verfahren eingeleitet wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Wie dir “Kieler Nachrichten” berichten, gehe die Kreisverwaltung inzwischen hart gegen Corona-Vergehen vor. “Verstöße werden nicht mehr mit Verständnis und Beratung aufgenommen, sondern ohne Rücksicht geahndet”, wird Martin Kruse, Chef der Ordnungsbehörde, zitiert. Im Höchstfall drohen dem Familienvater fünf Jahre Freiheitsentzug – je nachdem, ob bei dem Einkaufsbummel weitere Personen angesteckt wurden.

RND/KN/msc