Dienstag , 27. Oktober 2020
In einem Regal eines Bestatters steht eine Urne. (Symbolbild) Quelle: Sophia Kembowski/dpa

USA: Tochter schickt Urne von Mutter an falsche Adresse

Jacksonville. Mitten in der Debatte um die Sicherheit von Briefwahlen ist bei der US-Post jetzt auch noch die Urne einer Verstorbenen verloren gegangen. Amy Redford aus Kentucky habe sich mit einem Hilferuf an die Öffentlichkeit gewandt, um die Urne mit der Asche ihrer Mutter wieder ausfindig zu machen, berichtete die Zeitung “Florida Times-Union”. “Irgendjemand könnte etwas gesehen haben, irgendjemand könnte etwas wissen”, sagte Redford.

Sie schilderte, sie habe die Urne in einem Paket des U.S. Postal Service vor zwei Wochen an ihre Schwester in Jacksonville in Florida geschickt. Ihre Schwester sei allerdings umgezogen, was sie nicht gewusst habe. Der Postbote habe das Paket mit der Aufschrift „Kremierte Gebeine“ unter der angegebenen Adresse abgeliefert. Doch die neue Mieterin sei beschäftigt gewesen und habe bei der Annahme nicht so genau hingesehen. Erst später sei ihr klar geworden, dass das Paket gar nicht für sie war. Sie habe es vor die Tür gestellt, damit der Postbote es wieder mitnimmt. Seither sei die Urne verschwunden.

Postangestellte kontaktieren Amy „buchstäblich jeden Tag”

Redford sagte, sie habe schon sämtliche Müllabfuhrunternehmen in Jacksonville kontaktiert und sie gebeten, nach dem Paket Ausschau zu halten. „Ich will nicht, dass meine Mutter irgendwo auf einer Mülldeponie endet“, sagte sie.

Die Postangestellten in Kentucky hätten übrigens großartig reagiert, lobte Redford. „Sie kontaktieren mich buchstäblich jeden Tag“, sagte sie. „Tatsache ist, ich habe jetzt die Handynummer des Postchefs.“

RND/AP