Samstag , 24. Oktober 2020
Der Test des Jungen auf die Beulenpest fiel positiv aus (Symbolbild).

China: Dreijähriger mit der Beulenpest infiziert

Xiding. In der chinesischen Provinz Yunnan an der Grenze zur Mongolei hat sich ein dreijähriger Junge mit der Beulenpest infiziert. Das berichtet “Daily Mail” und beruft sich auf chinesische Staatsmedien. Wie sich das Kind aus Xiding mit der Beulenpest angesteckt hat, sei derzeit noch unklar. Es seien aber bereits Notfallmaßnahmen getroffen worden, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Die Beulenpest, auch Schwarzer Tod genannt, zählte im Mittelalter zu den gefährlichsten Krankheiten und kostete etliche Menschen weltweit das Leben. Heute ist sie weitgehend ausgelöscht, einzelne Fälle treten dennoch immer wieder auf. Zuletzt in der Mongolei und auf Madagaskar.

Bakterium ist hochinfektiös

Die Beulenpest wird durch das Bakterium Yersinia pestis verursacht, welches hochinfektiös ist. Laut Robert-Koch-Institut ist der “klassische Infektionsweg” für die Beulen­pest der durch Tiere wie Ratten und sonstige Nagetiere. Meist gehe der Erreger auf Flöhe über, die dann den Menschen durch einen Biss infizieren.

Auch eine direkte Übertragung von Tieren auf den Menschen über infizierte tierische Sekrete ist möglich, zum Beispiel nach Kontakt mit toten Wildtieren. Das Pestbakterium ist auch von Mensch zu Mensch durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragbar.

RND/nis