Donnerstag , 29. Oktober 2020
Ein Rostocker hat einen Heilbutt mit enormer Größe gefangen (Symbolbild). Quelle: picture alliance / Hinrich Bäsem

Stundenlanger Kampf: Rostocker fängt 117-Kilo-Fisch und darf ihn nicht verwerten

Den meisten dürfte der Heilbutt als leckerer Speisefisch auf dem Teller bekannt sein. Doch was für einen Riesenexemplar Dr. Philipp Bergschmidt nach mehr als zwei Stunden aus dem Wasser ziehen konnte, ist außergewöhnlich. Im norwegischen Mikkelvik unweit von Tromsø konnte der Arzt aus Rostock einen Heilbutt mit einem Gewicht von 117 Kilo fangen. Dies berichtet die “Ostsee-Zeitung”.

“Es war ein zweistündiger Kampf. Schwerstarbeit”, erklärte er gegenüber der Zeitung. Auf einem Fjord Plauteau brachte der Angler einen 30 Zentimeter großen Köderfisch an die Angel, der von dem Heilbutt in 15 Metern Tiefe geschluckt wurde. Mit Hilfe von zwei Freunden konnte er den schweren Brocken aus dem Wasser ziehen.

Laut Regierung: Angler darf Riesenfisch nicht verwerten

Im Hafen wurde der Gigant vermessen: Exakt zwei Meter Länge wies er auf. Damit war auch klar, dass Bergschmidt den Fisch nicht verarbeiten darf. Denn laut der norwegischen Regierung dürfen Fische dieses Ausmaßes nicht verwertet werden. Grund dafür ist die Schadstoffbelastung derart großer Fische, die ein Gesundheitsrisiko für den Menschen darstellen können.

Der bisher größte gefangene Heilbutt ist der Fisch jedoch nicht. Die Tiere können bis zu 400 Kilogramm schwer werden und ein Alter von bis zu 50 Jahren erreichen.

RND/jj