Ein Kaiman ist in Polen aus einem Rückhaltebecken gefischt worden (Archivfoto).

Tierfänger in Polen bergen Kaiman aus Staubecken

Warschau. Tierfänger haben in Polen einen Brillenkaiman aus einem Staubecken geborgen. Spaziergänger hätten das etwa ein Meter lange Reptil am Samstag in einem nördlich von Wroclaw (Breslau) gelegenen Rückhaltebecken in der Nähe der Oder entdeckt und die Polizei informiert, sagte ein Behördensprecher am Sonntag. „Experten des örtlichen Zoos sagten uns, dass von dem Kaiman keine Gefahr für Menschen ausgeht, weil er sehr klein sei.“

Die Forst- und Grünanlagenverwaltung der Stadt beauftragte mit der Jagd nach dem Reptil eine Firma, die auf das Einfangen von Wildtieren spezialisiert ist. Einem Mitarbeiter dieser Firma sei es schließlich gelungen, den Kaiman mit einem Angelkescher aus dem Wasser zu holen, sagte ein Sprecher der Grünanlagenverwaltung. Das Tier werde nun im Zoo versorgt. Es sei unklar, wie lange der Brillenkaiman in dem sumpfigen Gebiet unterwegs gewesen sei. Auch zu einem möglichen Besitzer gibt es keine Erkenntnisse.

Kaimane gehören zur Familie der Alligatoren und sind in Süd- und Mittelamerika beheimatet. Für Schlagzeilen sorgte in Deutschland der Kaiman "Sammy", der im Sommer 1994 seinem Besitzer bei einem Ausflug an einen Baggersee in Dormagen entkam und nach tagelanger Suche in dem See von einem Taucher wieder eingefangen wurde.

RND/dpa