Ein Schweinetransporter mit Schweinen fährt auf das Gelände eines Schlachtbetriebes in Sögel. Schweinehalter beklagen, dass sie nicht mehr wissen, wohin mit den Tieren - wegen der Corona-Hygieneauflagen sind die Kapazitäten vor allem im Zerlegebereich erschöpft. Die Landwirte warnen vor einer Notsituation. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Nach Corona-Ausbruch: Schlachthof Sögel kann am Montag eingeschränkten Betrieb aufnehmen

Osnabrück/Meppen. Der nach einem Corona-Ausbruch geschlossene Schlachthof im emsländischen Sögel kann nach Angaben des zuständigen Landrats am Montag seinen Betrieb eingeschränkt wieder aufnehmen. “Infektionsquellen sind identifiziert, gleichzeitig werden Ansteckungsrisiken durch umfassende Schutzmaßnahmen deutlich minimiert”, teilte Emslands Landrat Marc-André Burgdorf am Sonntag nach einem Austausch mit der Tönnies-Tochter Weidemark mit. “Insofern haben wir keine Begründung - und auch kein Interesse daran -, den Betrieb länger als unbedingt notwendig zu unterbrechen.” Eine Maßnahme sei die Arbeitsquarantäne der Mitarbeiter, die sich vorerst bis zum 31. Oktober nur zwischen Arbeits- und Wohnort bewegen dürfen. Der Minimalbetrieb soll demnach mit maximal rund 200 Mitarbeitern laufen statt vormals rund 600.

Der Landkreis hatte wegen einer hohen Zahl von positiven Corona-Tests unter den Schlachthofmitarbeitern die Schließung des Schlachthofes zum Wochenende verfügt. Zunächst sollte erst in rund drei Wochen der Betrieb wieder aufgenommen werden können. Die Schließung war vor allem auf Kritik aus der Landwirtschaft gestoßen, weil die Schweinemäster nicht mehr wissen, wohin sie mit den schlachtreifen Tieren sollen.

RND/dpa