Montag , 26. Oktober 2020
In England sollen Jugendliche dem autistischen Jungen Ronnie Phillips Bleiche ins Getränk gemischt haben. Daraufhin lag der Zwölfjährige tagelang im Krankenhaus im Koma (Symbolbild). Quelle: imago stock&people

Jugendliche mischen autistischem Jungen Bleiche ins Getränk: Zwölfjähriger im Koma

Crawley (England). Ältere Kinder sollen Ronnie Phillips am 9. Oktober ein alkoholisches Getränk gegeben haben, das mit einer weiteren Substanz versetzt war. Die Mutter des Jungen, Danielle Porter, vermutet, dass es sich dabei um Bleiche handelte, wie sie dem Nachrichtenportal „Sussex Live“ mitteilt.

Ihr autistischer Sohn schlich sich demnach mit seinem elfjährigen Bruder aus dem Haus, während die Mutter schlief. Die beiden Jungs trafen sich mit einer Gruppe Älterer. Was danach genau passierte, ist unklar. Der Junge soll aus einer Dose getrunken haben und Momente später zusammengebrochen sein, wie „Sussex Live“ berichtet.

Sein Bruder Jimmy wich ihm dem Bericht zufolge in diesem schweren Moment nicht von der Seite und schrie um Hilfe. Eine Frau habe die Rufe gehört und den Notruf gewählt. Ronnie Phillips kam daraufhin ins Krankenhaus und musste zunächst ins künstliche Koma versetzt werden.

Nach Tagen habe der große Bruder laut „Sussex Live“ wieder das Bewusstsein erlangt und erholt sich nun von dem Vorfall zu Hause. Die Familie befürchtet, dass es von den Jugendlichen als Scherz gemeint war, der schiefgelaufen ist.

Jugendliche von Polizei am Morgen geschnappt

Es wird demzufolge angenommen, dass die älteren Kinder weggelaufen sind, als Ronnie zusammenbrach. Am Morgen danach sollen sie von der Polizei aufgegriffen worden sein, so die Mutter zu dem Newsportal. Die Polizei warte nun auf Testergebnisse, um genau festzustellen, was passiert sei.

„Ich rate jedem, es nicht zu tun, weil man sich selbst und die andere Person in große Schwierigkeiten bringen und ihnen große Schmerzen bereiten könnte“, sagt Ronnie Phillips. Die Familie möchte nun die Retterin ausfindig machen, ohne die die Situation vermutlich anders ausgegangen wäre.

RND/lmw