Ein gedeckter Tisch bei einer Hochzeitsfeier. (Symbolbild) Quelle: imago images/Shotshop

Feier trotz Corona: Mainzer Ordnungsamt löst Hochzeit mit 70 Gästen auf

Mainz. Das Ordnungsamt in Mainz hat am Wochenende eine Hochzeit mit etwa 70 Gästen aufgelöst. Die wegen Corona erlaubte Höchstzahl von 20 Gästen sei deutlich überschritten worden, sagte ein Stadtsprecher am Montag. Gemeinsam mit der Polizei hatten Mitarbeiter des Ordnungsamtes am Wochenende außerdem etliche Kneipen und Gaststätten in Mainz kontrolliert. Dabei habe man mehrere Wirte wegen der Missachtung von Regeln ermahnen müssen, etwa weil zu wenig Abstand zwischen Tischen bestand, sagte der Sprecher.

Die Mehrheit der Nachtschwärmer hielt sich der Polizei zufolge aber an die verschärften Corona-Regeln. Zwar hatten Streifenbeamte und Mitarbeiter des Ordnungsdienstes im Volkspark und am Rheinufer der Landeshauptstadt kleinere Gruppen mit Feiernden angetroffen. „Allerdings lag die Zahl der Teilnehmer im niedrigen zweistelligen Bereich“, sagte eine Polizeisprecherin. Noch während der warmen Monate hatten die Beamten in diesen Gegenden Partys mit Teilnehmerzahlen im dreistelligen Bereich auflösen müssen. „Natürlich sorgt die kühlere Witterung dafür, dass weniger Menschen im Freien feiern“, sagte die Sprecherin.

Verstöße in zwei Gaststätten

In Kneipen und Lokalen hätten sich die meisten Gäste an die Regeln gehalten. In zwei Gaststätten habe es Verstöße gegen die Maskenpflicht, das Abstandsgebot und die Pflicht zur Kontakterfassung gegeben. Ein Wirt wurde ermahnt, weil er keinen Desinfektionsspender aufgestellt hatte, hieß es. Eine Gaststätte sei vom Ordnungsamt geschlossen worden, da keine Konzession vorgelegen habe.

Entsprechende Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten seien eingeleitet worden. Generell hätten die Gastronomen auf die Einhaltung der Regeln geachtet und pünktlich um 23 Uhr geschlossen. Mit Blick auf private Feiern in Wohnungen habe die Polizei keine Auffälligkeiten festgestellt. Die Stadt Mainz hatte die Corona-Warnampel vergangene Woche auf Rot gestellt. Seither gilt etwa die Sperrstunde ab 23 Uhr.

RND/dpa