Einsatzkräfte der Feuerwehr arbeiten nach der Straßenbahnkollision am Unfallort. Quelle: Joachim Mangler/dpa-Zentralbild/

Straßenbahnunfall in Rostock: Mindestens zehn Personen verletzt, drei schwer

Rostock. Beim Zusammenstoß von zwei Straßenbahnen sind am Dienstag in Rostock mindestens zehn Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Der Unfall habe sich am Morgen in der Nähe eines Straßenbahndepots an der Landesstraße 22 auf Höhe der Kunsthalle ereignet, sagte eine Polizeisprecherin. Nach ersten Ermittlungen soll es drei Schwerverletzte und sieben leicht Verletzte geben. Eine mit Fahrgästen besetzte Linien-Straßenbahn sei auf einen anderen Triebwagen aufgefahren, sagte die Sprecherin.

Zuvor hatte der Rundfunksender Ostseewelle darüber berichtet. Nach Informationen des Senders war die vorausfahrende Straßenbahn für eine Bremsprüfung unterwegs. „Die Werkstattbahn hat Bremsprüfungen durchgeführt“, bestätigte die Sprecherin der Rostocker Straßenbahn AG, Katharina Borck.

Straßenbahn stark deformiert

Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Spitze der Linienstraßenbahn stark deformiert. Der Fahrer wurde schwer verletzt und konnte erst längere Zeit nach dem Unfall geborgen werden. Er sei aber ansprechbar, hieß es. Der Unfallort liegt an der Hauptverkehrsstraße von Rostock - der früheren Bundesstraße 105 - und wurde weiträumig abgesperrt. Auch ein Hubschrauber mit Rettungskräften war im Einsatz.

Weitere Details wie die genaue Unfallursache, Schadenshöhe und die Gesamtzahl der Fahrgäste waren zunächst nicht bekannt. Durch die Sperrung kam es zu größeren Staus im Stadtverkehr. Zu aktuellen Entwicklungen berichtet auch die „Ostsee-Zeitung“ (OZ).

RND/dpa