Drei junge Männer müssen sich vor Gericht verantworten weil sie an einer Auseinadersetzung mit tödlichem Ausgang in der Augsburger Innenstadt beteiligt waren. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Prozess um tödliche Auseinandersetzung in Augsburg: Witwe sagt unter Tränen aus

Augsburg. Im Prozess um die tödliche Auseinandersetzung am Nikolaustag in Augsburg hat die Ehefrau des erschlagenen 49-Jährigen unter Tränen ausgesagt. Bei ihrer Zeugenvernehmung am Mittwoch vor dem Landgericht Augsburg konnte die 51 Jahre alte Frau wenig über die Tat am Königsplatz sagen, da sie den tödlichen Faustschlag auf ihren Partner nicht selbst gesehen hatte.

Die Frau und ihr Mann waren am Nikolaustag 2019 mit einem befreundeten Ehepaar auf dem Weihnachtsmarkt. Auf dem Heimweg am Abend trafen die zwei Paare am Königsplatz auf eine siebenköpfige Gruppe von Jugendlichen. Nachdem ein Jugendlicher eine Zigarette schnorren wollte, entwickelte sich ein Streit zwischen der Clique und den beiden Männern. Schließlich schlug ein 17-Jähriger dem 49-Jährigen mit voller Wucht gegen den Kopf. Der Mann starb kurz darauf an einer Hirnblutung.

Der 17-Jährige, der die deutsche, libanesische und türkische Staatsangehörigkeit besitzt, steht wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor Gericht. Er hat den tödlichen Schlag eingeräumt.

Bis Anfang November hat die Jugendkammer des Gerichts noch eine Reihe weiterer Verhandlungstage geplant, dann könnte das Urteil verkündet werden.

RND/dpa