Ein Scharfschütze der Polizei kniet nahe einer Bank, wo ein Mann mehr als 20 Menschen in seine Gewalt gebracht hat. Der Bewaffnete in Militäruniform forderte eine halbe Millionen US-Dollar (423.630 Euro) Lösegeld. Die Lage galt auch Stunden nach Beginn des Raubüberfalls auf die Bank als unübersichtlich. Quelle: Zurab Tsertsvadze/AP/dpa

Geiselnahme in Bank in Georgien: Uniformierter fordert halbe Million US-Dollar

Sugdidi. Bei einer Geiselnahme in einer Bank hat ein Mann in der Schwarzmeerrepublik Georgien 20 Menschen stundenlang in seiner Gewalt gehabt. Der Bewaffnete in Militäruniform forderte in der Stadt Sugdidi im Westen des Landes eine halbe Million US-Dollar (423.630 Euro) Lösegeld. Das Innenministerium in der Hauptstadt Tiflis (Tbilissi) teilte am Mittwoch mit, dass Einsatzkräfte den Bereich weiträumig abgeriegelt und eine Operation zur „Ausschaltung“ des Mannes begonnen hätten. Nach stundenlangen Verhandlungen hieß es am späten Abend, die meisten der Geiseln seien in Freiheit. Drei Menschen seien aber weiter in seiner Gewalt.

Im Fernsehen war zu sehen, wie der Mann mit den drei Menschen das Gebäude verließ und in seiner Hand eine Granate hielt. Er hatte nach Verhandlungen mit der Polizei schon zuvor einzelne Geiseln freigelassen, darunter auch eine schwangere Frau. Es war aber unklar, ob seine Forderungen nach der Lösegeldsumme erfüllt wurden. Vom Innenministerium waren am Abend keine weiteren Stellungnahmen zu bekommen.

Der Mann hatte einzelne Geiseln zur Untermauerung seiner Forderung mit dem Fernsehen sprechen lassen. Das Gesicht des Geiselnehmers war aber nicht erkennbar. Die Sender in dem kleinem Land im Südkaukasus änderten ihr reguläres Programm wegen des Verbrechens. Die Lage galt auch Stunden nach Beginn des Überfalls auf die Bank als unübersichtlich.

RND/dpa