Dr. Johannes Wimmer zu Gast in der „NDR Talk Show“. Quelle: picture alliance / rtn - radio t

TV-Arzt Dr. Johannes Wimmer über todkranke Tochter Maximilia: „Dieses Leben wird ein viel zu frühes Ende finden“

Die acht Monate alte Tochter des TV-Arztes Johannes Wimmer hat einen seltenen und aggressiven Gehirntumor. Die letzte gemeinsame Zeit werden die Eltern mit ihrer Tochter zu Hause verbringen. Unterstützung bekommen sie von Palliativmedizinern und Krankengymnasten. Die kleine Maximilia bekommt täglich 15 Spritzen durch eine Magensonde verabreicht.

In der „NDR Talk Show“ sprach Wimmer nun über den Zustand seiner todkranken Tochter: „Wir haben es jetzt geschafft, dass wir ein paar Medikamente reduzieren konnten. Dennoch ist es so, dass wir wissen, dass der Weg endlich ist.“ So hätte die Familie nur eine geborgte Zeit, die ihr mit ihr bleibt. „Es ist nicht absehbar, ob das Monate sind oder vielleicht auch ein Jahr wird, aber es ist absolut sicher, dass wir in der Medizin nicht das leisten können, was sie brauchte.“

Dr. Wimmer über Pflege zu Hause: Man muss sich die Kräfte aufteilen

Auch sprach Wimmer über die Pflege zu Hause: „Erste Medikamentengabe 7.30 Uhr, letzte 3 Uhr nachts. 15-mal Medikamente geben. (...) Es ist ein kleines Lebewesen, das hochgradig pflegeintensiv ist.“ Und weiter: „Gerade, wenn so klar ist, dass dieses Leben ein viel zu frühes Ende finden wird, dann horchst du immer, was ist. Sich überhaupt einmal von dem Kind lösen zu können ist unglaublich schwer.“ Man müsse sich die Kräfte aufteilen, so der TV-Arzt. „Ich drehe mehr zu Hause, damit, wenn mit der Kleinen irgendwas ist, ich nur die Treppe hochgehen muss und da bin und nicht durch ganz Hamburg fahren muss.“

RND/kiel