Sie rockte weltweit nicht nur die Bühnen, sondern auch die Tanzflächen der Discos: die australische Popsängerin Kylie Minogue. Quelle: Yui Mok/PA Wire/dpa

Kylie Minogue: „In den 90ern waren meine Disconächte ziemlich wild“

Es war eine ungewöhnliche Produktion für Kylie Minogues neues Studialbum „Disco“. Denn die Corona-Pandemie traf auch die australische Sängerin mitten in den Aufnahmen zu ihrem neuen Album. “Ich bin Ende letzten Jahres ins Studio gegangen. Anfang diesen Jahres haben wir dann ein bisschen Tempo aufgenommen”, berichtet Minogue in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung. Doch dann sei der Lockdown dazwischen gekommen. Die restlichen Songs habe sie schließlich von zu Hause aus aufgenommen.

„Es war eine große Herausforderung“, sagt Minogue in dem Interview weiter. Doch schließlich habe ihr die Produktion und die Musik auch durch die Krise geholfen. „Ich war in dieser Zeit total dankbar, Menschen zu haben, mit denen ich kreativ sein konnte. So konnte ich der Welt für ein paar Stunden entkommen.“

Ihr Album „Disco“ kommt für die Sängerin somit zum richtigen Zeitpunkt, erklärt sie in dem Gespräch. „Ich glaube, dass die Menschen gerade ein großes Bedürfnis nach Musik haben, die sie an die gute, alte Zeit erinnert. Oder an unsere Wünsche für die Zukunft, mal wieder auf die Tanzfläche zu gehen oder Menschen zu treffen.“

Minogue: „Es ging oft bis 5 oder 6 Uhr morgens“

Minogue weiß dabei ganz genau, was ihr fehlt. Die heute 52-Jährige war schon in den 80er-Jahren als Teenager auf unzähligen Partys, die damals noch von der Polizei organisiert wurden und auf die nur Minderjährige durften, wie sie der „Bild“ erzählt. Seitdem rockt Minogue nicht nur als Popstar die Bühnen, sondern auch die Tanzflächen der Clubs dieser Welt. „In den 90ern waren meine Disconächte ziemlich wild und auch lang. Es ging oft bis 5 oder 6 Uhr morgens“, erzählt die Australierin in dem Interview. Für alle Nachttänzer, Discogänger und Feierwütigen sind das schmerzliche Erinnerungen. Vielleicht lindert „Disco“ in den kommenden Monaten ja die Schmerzen.

RND/hem