Zu der Erschießung des Hundes kam es, als der damals 17-Jährige vor der Polizei flüchtete (Symbolbild). Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

Teenager erschießt Polizeihund in Florida und muss 25 Jahre in Haft

Jacksonville. Er war 17, als er auf der Flucht vor den Cops einen Polizeihund erschoss: Dafür hat der Jugendliche jetzt eine drakonische Strafe aufgebrummt bekommen. Der Teenager muss für 25 Jahre ins Gefängnis.

Die Staatsanwaltschaft von Jacksonville hatte den Heranwachsenden, obwohl er zur Tatzeit noch minderjährig war, nach dem Erwachsenenstrafrecht angeklagt. Er stand wegen der tödlichen Schüsse auf Fang, den Polizeihund, sowie wegen bewaffneten Raubs und Kidnapping vor Gericht. Der heutige 19-Jährige bekannte sich für schuldig und versuchte, den Richter dazu zu bewegen, beim Strafmaß Gnade walten zu lassen: „Ich entschuldige mich von ganzem Herzen dafür, dass ich Fang erschossen habe. Und für den Raubüberfall. Ich war ein Kind, das Fehler gemacht hat. Und jetzt muss ich als Mann dafür geradestehen“, sagte er.

Hund „kaltblütig ermordet“

Auch die Mutter des jungen Mannes legte vergeblich ein gutes Wort für ihren Sohn ein: „Er hatte schon als Kind eine schwere Lernschwäche und dann Drogenprobleme. Ich habe alles versucht, um ihn zu helfen.“ Am Ende hörte der Richter dann aber auf Staatsanwalt L. E. Hutton, der beschrieb, wie der Angeklagte den Hund „kaltblütig ermordet hat“, und entschied sich für die lange Haftstrafe.

RND/sin