Rettungskräfte versuchen in Izmir eingeschlossene Hausbewohner zu retten. Quelle: Ismail Gokmen/AP/dpa

Frau und Kinder 23 Stunden nach Erdbeben lebend geborgen

Izmir. Rund 23 Stunden nach dem schweren Erdbeben in der Ägäis sind in der westtürkischen Stadt Izmir nach Medienberichten eine Frau und drei ihrer Kinder lebend aus den Trümmern geborgen wurden. Sie wurden unter Applaus auf Liegen zum Krankenwagen getragen, wie auf Aufnahmen des Senders TRT am Samstag zu sehen war. Die Helfer versuchten nach Angaben von TRT anschließend, zum vierten Kind zu gelangen, das noch unter den Trümmern vermutet wurde. Ob es noch lebt, war zunächst unklar.

Zuvor konnten die Rettungskräfte Kontakt mit der Frau aufnehmen. „Wenn du meine Stimme hörst, klopfe drei Mal“, rief ein Helfer. Daraufhin gab die Frau ein Lautzeichen. Ihr Ehemann zeichnete nach Angaben von TRT auf, an welcher Stelle der Wohnung er seine Ehefrau vermutete.

Viertel Bayrakli besonders stark betroffen

Izmir ist mit rund 4,5 Millionen Einwohnern nach Istanbul und Ankara die drittgrößte Stadt in der Türkei. Das Viertel Bayrakli der Metropole wurde besonders schwer getroffen.

Bei dem Beben am Freitagnachmittag sind nach neuesten Angaben 28 Menschen ums Leben gekommen - 26 in der Westtürkei und zwei auf der griechischen Insel Samos. Das Beben hatte nach Angaben der türkischen Katastrophenbehörde eine Stärke von 6,6. Die für Erdbeben zuständige US-Behörde USGS gab die Stärke des Bebens sogar mit 7 an.

RND/dpa