Zu Halloween blieb es in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr ruhiger. Quelle: Felix Hörhager/dpa

Halloween in Corona-Zeiten: Es bleibt ruhig in NRW

Düsseldorf. Ob mit oder ohne Kostüm: Die „Geisterschwester von Karneval“, wie Halloween bisweilen genannt wird, ist in Nordrhein-Westfalen am Samstag zunächst ohne besondere Vorkommnisse verlaufen. Der Tag sei ruhig gewesen und nicht vergleichbar mit den Vorjahren, hieß es von der Polizei Dortmund. In Essen war der traditionelle „Zombie Walk“ abgesagt worden. Größere Ansammlungen von Verkleideten habe es nicht gegeben, so ein Behördensprecher.

In Bielefeld vermeldete die Polizei „ein paar Eierwürfe gegen Hausfassaden wie sonst auch an Halloween“. Das gab es auch in Hagen - „es war der übliche Unfug, aber nichts Herausragendes“, so ein Sprecher. Auch in Düsseldorf, Aachen und Köln blieb es zunächst ruhig. Bedauerlich sei nur, dass man immer wieder Leute auf ihre Maskentragepflicht hinweisen müsse, hieß es aus der Domstadt. Für Bochum sagte ein Polizeisprecher, dass mancherorts Kinder kostümiert herumgegangen seien und um Süßigkeiten gebeten haben. Insgesamt sei es aber ein normaler Tag gewesen ohne große Auffälligkeiten.

Halloween in Corona-Zeiten: Keine ausgelassene Stimmung

In der Ruhrgebietsstadt war die Ausgehmeile „Bermuda-Dreieck“ am Samstagabend gut besucht, mitunter bildeten sich kurze Schlangen vor Lokalen. Allerdings blieb ein Teil der Restaurants und Bars dunkel - angesichts der Coronapandemie und der Ausgehzurückhaltung vieler Menschen hatten die Lokale schon zugemacht, noch bevor die staatlichen Einschränkungen am Montag greifen - dann bleibt die komplette Gastronomie bis zum Monatsende geschlossen.

Nur einige wenige Besucher waren verkleidet, ob mit Skelett-Shirt oder als Star-Wars-Krieger. Große Menschenansammlungen auf der Straße oder gar eine ausgelassene Partystimmung gab es nicht. Der letzte Samstagabend vor dem Teil-Lockdown war ohnehin nur von kurzer Dauer - wie in anderen Städten auch galt ab 23 Uhr eine Sperrstunde.

Deutlich weniger Kinder auf den Straßen unterwegs

Die Polizei in Hagen hatte im Vorfeld Kinder und Jugendliche gebeten, an Halloween zu akzeptieren, dass eine Tür beim Klingeln wegen Corona zu bleibt. Man solle sich dann bitte nicht - wie sonst üblich - mit einem Streich revanchieren. „Viele Menschen möchten Kontakte aufgrund der aktuellen Situation meiden. Und das ist genau richtig so: Unnötige Kontakte zu vermeiden, ist weiterhin das Gebot der Stunde. Deshalb sollte dieses Jahr Halloween auch besser zuhause gefeiert werden.“ Am Samstagabend zeigte sich die Hagener Polizei zufrieden - an Halloween sei bisher „alles im Rahmen“ geblieben.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte vor dem Wochenende an die Bevölkerung appelliert: „Verzichten Sie auf die üblichen Halloween-Partys.“ Das NRW-Gesundheitsministerium beschrieb den Brauch des Von-Tür-Zu-Tür-Ziehens in Corona-Zeiten als „wenig verantwortungsvoll“. Verboten war es allerdings nicht. Die am Samstag noch gültigen Regeln erlaubten in den meisten Landesteilen ein Umherziehen mit maximal fünf Personen. Behördenangaben zufolge zogen aber tatsächlich viel weniger Kinder um die Häuser als sonst an Halloween.

RND/dpa