Auf dieser Baustelle im Wohngebiet Markersdorf ist die Bombe gefunden worden. Quelle: Andre März/dpa-Zentralbild/dpa

Fliegerbombe in Chemnitz: 15.000 Menschen müssen Wohnungen verlassen

Chemnitz. Bei Bauarbeiten in einem Chemnitzer Wohngebiet ist eine Fliegerbombe im Erdreich gefunden worden. Mit einer Evakuierung des Gebiets um den Fundort im Ortsteil Markersdorf sei frühestens ab Donnerstagnachmittag zu rechnen, erklärte die Polizeidirektion Chemnitz am Mittwochabend. Nach ersten Schätzungen müssen dafür rund 15.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen, wie der Sprecher der Stadt Chemnitz, Matthias Nowak, sagte.

In einem Radius von etwa 1000 Metern um die Fundstelle in der Wilhelm-Firl-Straße sollen Gebäude für die Entschärfung evakuiert werden. Dort stehen Nowak zufolge viele Plattenbauten. Erarbeitet wird nach Polizeiangaben auch ein Evakuierungsplan insbesondere für Senioren und Pflegeheime.

Schulen und Kitas am Donnerstag regulär geöffnet

Eine Karte mit dem betroffenen Areal wollte die Stadt laut Sprecher Nowak noch am Abend veröffentlichen, etwa auf ihren Social-Media-Kanälen. Damit sollen sich die Bewohner auf die Evakuierung vorbereiten können. „Schulen und Kindertagesstätten sind morgen regulär geöffnet“, teilte die Polizei mit.

Entschärft werden soll eine 250-Kilo-Bombe amerikanischer Bauart, wie eine Polizeisprecherin sagte. Nach dem Fund am Nachmittag wurden die Bauarbeiten eingestellt und der angrenzende Bereich abgesperrt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst rückte an, Spezialisten sahen den Bombenverdacht bestätigt. Über Nacht bleibt die Fundstelle laut Polizei abgesperrt, Einsatzkräfte seien vor Ort.

RND/dpa