Zeena Ali trägt als erste Polizistin in Neuseeland eine Kopftuchuniform. Quelle: New Zealand Police

Erste neuseeländische Polizistin trägt Kopftuchuniform

Die Neuseeländerin Zeena Ali fasste nach den Christchurch-Terroranschlägen auf zwei Moscheen, bei denen im März 2019 insgesamt 51 Menschen starben, den Entschluss, Polizistin zu werden. In der vergangenen Woche wurde die 30-Jährige jetzt offiziell in den Polizeidienst aufgenommen – und hat gleich ein Zeichen für Diversität gesetzt: Ali ist die erste Polizistin Neuseelands, bei der der Hidschab, das islamische Kopftuch, Teil der Uniform ist. Die 30-Jährige war sogar daran beteiligt, die spezielle Uniform mit zu gestalten, berichtet die Zeitung „New Zealand Herald“.

„Es fühlt sich großartig an, da raus zu gehen und den Hidschab als Teil meiner neuseeländischen Polizeiuniform zu zeigen“, sagte Ali der Zeitung. „Das zu sehen, wird mehr muslimische Frauen animieren, Mitglied der Polizei zu werden“, ist sie überzeugt.

„Es ist großartig, wie die Polizei meine Religion und meine Kultur integriert hat“

Die neuseeländische Polizei veröffentlichte auch ein Foto Alis in der Hidschab-Uniform bei Facebook und Instagram. Während ihrer Ausbildung seien Ali Halal-zertifizierte Speisen und ein Gebetsraum zur Verfügung gestellt worden, heißt es in den Posts. Während des Schwimmunterrichts habe sie einen Ganzkörper-Schwimmanzug getragen. „Es ist großartig, wie die Polizei meine Religion und meine Kultur integriert hat“, wird Zeena Ali zitiert.

„Wir erkennen den Wert, den unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen für die Verbesserung unserer Arbeit mit sich bringen“, zitiert der „New Zealand Herald“ aus einer Stellungnahme der Polizei. „Wir brauchen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Hintergründen und Erfahrungsstufen. Vielfalt ist unerlässlich, damit wir jetzt und in Zukunft effektiv auf die Bedürfnisse der neuseeländischen Gemeinden eingehen können.“

RND/seb