Absperrband der Polizei (Symbolbild). Quelle: picture alliance/dpa

„Er ist sehr reumütig“: Todkranker Mann gesteht 25 Jahre alten Mord

Decatur. Als er von seinem Arzt erfuhr, dass er unheilbar krank ist, wählte Johnny Dwight Whited die Nummer der Polizei in Decatur in Alabama. Dann gestand er einen Mord, den er 25 Jahre zuvor begangen hatte, wie die Polizei mitteilte.

Laut „New York Times“ nahm Hauptkommissar Sean Mukkadam den Anruf von Whited entgegen: „Der Anrufer sagte ‚Ich habe einen Mann erschossen und es ist an der Zeit, reinen Tisch zu machen‘.“ Dann gab Whited den Polizisten genaue Details, wie er am 26. April 1995 Christopher Alvin Daily in den Kopf geschossen und dessen Wagen im Tennessee River versenkt hatte. Daileys Leiche war von zwei Teenagern in einem Waldstück gefunden worden. Bis zum Anruf von Whited hatten die Behörden nie einen Verdächtigen für das Verbrechen im Visier gehabt.

Polizisten an den Tatort geführt

Um keine Zweifel an seiner Schuld aufkommen zu lassen, führte Whited die Behörden zum Tatort. Das überzeugte die Polizei, den 53-Jährigen zu verhaften und wegen Mordes anzuklagen. Mukkadem: „Das ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ein Verdächtiger sich meldet und aus heiterem Himmel sagt, dass er ein Verbrechen gestehen will. Whited war sehr reumütig und hat sich für die Tat geschämt.“

Was bislang noch nicht bekannt ist, ist das Motiv für den Mord. Laut Staatsanwalt hatte Whited sein 26-jähriges Opfer nicht gekannt. Wann Whited der Prozess gemacht wird und ob er diesen überhaupt noch erleben wird, ist unklar.

RND/sin