Nach dem Fund von Überresten eines seit rund zwei Monaten vermissten Mannes aus Berlin gibt es Hinweise auf Kannibalismus. Quelle: -/Telenewsnetwork/dpa

Kannibalen-Mord in Berlin: Polizei findet weiteres Leichenteil

Berlin. Bei den Ermittlungen im möglichen Fall von Kannibalismus in Berlin ist ein weiteres Leichenteil entdeckt worden. Die Berliner Staatsanwaltschaft teilte am Dienstag mit, Ermittler hätten es am Montagmittag im Ortsteil Pankow gefunden. Rechtsmedizinische und kriminaltechnische Untersuchungen hätten ergeben, dass es sich beim dem Fund um sterbliche Überreste des vermissten Stefan T. (44) handelt. Der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft sagte, es seien noch nicht alle Leichenteile gefunden worden.

Der Mann aus Berlin-Lichtenberg, nach Angaben der Polizei ein Monteur im Hochleitungsbau, soll Opfer eines Verbrechens geworden sein. Ein Richter erließ am vergangenen Donnerstag einen Haftbefehl wegen Sexualmordes aus niederen Beweggründen gegen einen 41-jährigen Deutschen. Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge gibt es Hinweise auf Kannibalismus. Nach dpa-Informationen ist der Verdächtige Lehrer, er soll in einschlägigen Foren unterwegs gewesen sein.

Knochenteile brachten Polizei auf die Spur des mutmaßlichen Täters

Das Verbrechen kam ans Licht, nachdem vor über zwei Wochen Knochenteile an einem Waldstück in Berlin-Buch gefunden worden waren. Stefan T. hatte seine Wohngemeinschaft am 5. September kurz vor Mitternacht verlassen und war zunächst spurlos verschwunden. Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft, bei denen unter anderem Personen- und Leichenspürhunde eingesetzt wurden, führten später zu dem 41-Jährigen aus Berlin-Pankow.

RND/dpa